Betriebssystemgrenzen überwinden

Datenaustausch zwischen Linux, Windows 7 und Server 2008 R2

22.10.2009 (aktualisiert) | von Jürgen Donauer (Autor) 
Jürgen Donauer
Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn . Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TecChannel sowie als Privatdozent.

Linux als Samba-Client an Server 2008 R2

Mit Windows 7 auf einen Samba-Server zuzugreifen klappt. Allerdings wollten wir auch wissen, ob ein Linux-Client auf einen Windows Server 2008 R2 zugreifen kann. In erster Linie interessiert uns dabei der simple Dateiaustausch. Dazu haben wir ein einfaches Benutzerkonto erstellt und einen Ordner freigegeben. Im Test erkannten wir dann schnell die Einschränkungen.
Sowohl Kubuntu 8.10 als auch Ubuntu 8.10 bringen die notwendigen Tools in KDE beziehungsweise GNOME mit sich, um sich zu dem Windows Server zu verbinden. Allerdings funktionieren nicht beide gleich gut. KDE 4.10 schlägt sich im Vergleich eindeutig besser. Hier findet man via „Netzwerk – Samba-Freigaben“ den entsprechenden Rechner. Bei einem Klick auf diesen kommt eine Passwort-Abfrage, und man sieht die entsprechende Freigabe. Mit dieser lässt sich nun ganz normal arbeiten. Sie können Dateien und Ordner löschen, anlegen und so weiter.
Note „Gut“: KDE 4.1 kann mit den Freigaben des Windows Server 2008 R2 gut umgehen.
Note „Gut“: KDE 4.1 kann mit den Freigaben des Windows Server 2008 R2 gut umgehen.
Note „Gut“: KDE 4.1 kann mit den Freigaben des Windows Server 2008 R2 gut umgehen.
Durchstreift man mit GNOME das Netzwerk, findet man den Windows-Server ebenso. Ein Doppelklick auf ihn endet jedoch in einer leeren Suchmaske. Der Dateimanager Nautilus will weder ein Passwort haben, noch zeigt er die Freigabe an. Erst die Verwendung der Schaltfläche “Zu Server verbinden” führte zum gewünschten Ergebnis. Erster Nachteil ist, dass Sie wissen müssen, wie die Freigabe heißt. Zweite Eigenheit: Sie können direkt in der Freigabe weder einen Ordner noch eine Datei erstellen. Ebenso funktionierte rech „kopieren – einfügen“ mit der rechten Maustaste nicht. Ziehen Sie allerdings mit der linken Maustaste eine Datei in den Hauptordner der Freigabe, wird die Datei angelegt. Das Speichern einer Datei aus OpenOffice in den Hauptordner der Freigabe funktionierte ebenfalls – aber erst beim zweiten Versuch. In KDE klappte alles einwandfrei.
Note „Befriedigend“: GNOME weist im Zusammenspiel mit Windows-Freigaben Eigenheiten auf.
Note „Befriedigend“: GNOME weist im Zusammenspiel mit Windows-Freigaben Eigenheiten auf.
Note „Befriedigend“: GNOME weist im Zusammenspiel mit Windows-Freigaben Eigenheiten auf.
Zuverlässig funktioniert die Kommandozeile:
mount -t smbfs -o username=[Windows-Anwender],password=[Passwort] //[IP-Adresse Windows-Server]/[Freigabe]/ /[Einbindepunkt]
Binden Sie auf diese Weise eine Windows-Freigabe ein, arbeitet auch der GNOME-Dateimanager ohne Probleme damit. Sollten Sie die IP-Adresse des Windows-Rechners nicht wissen, hilft: nmblookup [Name Windows-Rechner]. Falls Sie den Namen der Freigabe herausfinden wollen, könnte das Programm smbtree hilfreich sein. Mehr dazu erfahren Sie mit man smbtree.
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Meinungen zu diesem Artikel (2 von 2)
Jischaj
28.04.09 18:24

Ich habe versucht das neue Feature der Bibliothek von Windows 7 zu nutzen. Leider scheint dieses nic
Malte Jeschke
06.02.09 11:26

Datenaustausch zwischen Linux, Windows 7 und Server 2008 R2
Wenn sich bei einem Versionswechsel in dieser Größenordnung nichts verschlechtert, ist dies meist ja
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