Ratgeber Server-Systeme

Kaufberatung: Der richtige Tower-Server fürs Unternehmen

von Bernhard Haluschak, 03.04.2012 (aktualisiert)
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Aufmacher
In kleinen Firmen sind Tower-Server ein probates Mittel, um eine Unternehmens-IT zu betreiben. Allerdings muss man bei der Auswahl eines Tower-Servers bestimmte Aspekte beachten. Zwar sind diese Systeme flexibel einsetzbar, beherbergen aber oft als Einzelgerät die gesamte IT-Infrastruktur.
Um eine IT in kleinen Unternehmen zu implementieren, muss der IT-Verantwortliche bereits im Vorfeld einige Gesichtspunkte berücksichtigen, um nicht Schiffbruch zu erleiden. In der Regel kommen dabei universell verwendbare Tower-Server zum Einsatz. Bei diesen Systemen ist der Aufstellungsort häufig problematisch. Denn oft steht kein klimatisierter Maschinenraum zur Verfügung. So müssen der lebenswichtige Server und die notwendigen Switches oft im nahen Bereich der Büros aufgestellt werden.
Darüber hinaus bildet oft ein einziger Tower-Server das Herzstück der Unternehmens-IT. Das Risiko eines großen finanziellen Schadens wächst zusätzlich, wenn Virtualisierungs-Technologie auf diesem System zum Einsatz kommt.Fällt dieser aus, ist ein Arbeiten nahezu unmöglich. Um eine solche Katastrophe zu vermeiden, sind oft teure Cluster-Lösungen notwendig. Doch auch Tower-Server bieten in diesem Zusammenhang ein gewisses Maß an Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit - wenn man bestimmte Aspekte beim Kauf dieser Systeme berücksichtigt.
Doch nicht nur der Schutz vor einem Ausfall sind beim Betreiben eines Tower-Servers wichtig, auch Kriterien wie das Management des Servers, die Energieeffizienz, die Erweiterbarkeit und nicht zuletzt der Service und der Support sollten einen gewissen Stellenwert beim Erwerb eines Tower-Servers genießen.

Rechenleistung und Erweiterbarkeit

Da ein Tower-Server in der Regel die Steuerzentrale der Unternehmens-IT bildet, sollte dieser in puncto flexibler Rechenleistung und Erweiterbarkeit mit Komponenten wie Storage, Netzwerk oder Hauptspeicher entsprechende Optionen bieten. In Bezug auf Rechenleistung ist ein System mit einer aktuellen Dual-Socket-Lösung empfehlenswert. Dabei hat man die Möglichkeit, mit einer CPU zu starten und bei Bedarf das System mit einem zusätzlichen Prozessor zu erweitern.
Zusätzlich hat man auf der Prozessorseite die Option, die Rechenleistung jederzeit und je nach Bedarf nach oben zu skalieren. Hersteller wie AMD oder Intel bieten ein umfangreiches CPU-Portfolio an Server-Prozesoren mit entsprechender Rechenleistung an. Allerdings muss man sich bereits im Vorfeld auf einen CPU-Hersteller und eine aktuelle Sockel- und Prozessortechnologie festlegen, da technologisch bedingt die Systeme nicht kompatibel zueinander sind.
Viele moderne Server beherrschen das sogenannte Power Capping Mit dieser Technologie lässt sich der Leistungsverbrauch der Maschinen steuern, das heißt, dass Systeme in Zeiten sehr hoher Beanspruchung auf maximaler Leistung laufen können. Damit lassen sich zu Spitzenzeiten die Server auf höherem Level fahren, um Anforderungen schneller zu bedienen. Bei geringerer Beanspruchung können dann die Leistungs-Level begrenzt werden, um sie anderen Systemen zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Administrator über einen definierten Zeitraum die Leistungsaufnahme misst und auf Basis der Messergebnisse ein Profil für die Leistungsverteilung auf die einzelnen Server erstellt. Das Power Capping führt außerdem dazu, dass auch die Klimaanlage weniger beansprucht wird und damit auch hier der Energieverbrauch sinkt.
Erweiterungsfreudig: Ein Tower-Server sollte über genügend freie Steckkarten-Slots für optionale Erweiterungen verfügen.
Erweiterungsfreudig: Ein Tower-Server sollte über genügend freie Steckkarten-Slots für optionale Erweiterungen verfügen.
Erweiterungsfreudig: Ein Tower-Server sollte über genügend freie Steckkarten-Slots für optionale Erweiterungen verfügen.
Nach Expertenmeinungen von IDC und Gartner muss die IT dynamisch mit dem Unternehmen wachsen. Deshalb sollte der IT-Zuständige diesen Aspekt in Bezug auf Erweiterbarkeit des Servers berücksichtigen. Das betrifft in erster Linie das Storage-Subsystem, die Steckkarten-Slots, die Hauptspeichersockel, die Netzteile sowie die Upgrade-Fähigkeit des Mainboards auf leistungsfähigere Prozessoren. Gerade die Hauptspeichererweiterbarkeit spielt eine zentrale Rolle, wenn es um Virtualisierungstechnologien geht, da diese sehr speicherintensiv sind. So braucht jede virtuelle Instanz eine bestimmte Menge an Hauptspeicher. Bei mehreren hundert möglichen VMs, kam man sich schnell ausrechnen, wie viel Systemspeicher erforderlich ist und das bei einer begrenzten Anzahl von DIMM-Speicherplätzen.
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