Supercomputing
Grid- und Meta-Computing
Unter der Bezeichnung Peer-to-Peer breitet sich zurzeit weltweit eine alte Idee aus. Schon 1991 gab es PVM (Parallel Virtual Machine) in einer ersten Version. Es war die erste Implementierung eines Message-Passing-Systems. Per Unterprogrammaufruf konnte der Benutzer Nachrichten (sprich Daten) an einen anderen oder alle Rechner im lokalen Netz schicken oder abrufen - die Idee des Workstation-Clusters.
Die kostenlose Software erlaubte es, vernetzte Unix- und Windows/NT-Workstations als einen großen, lose gekoppelten Parallelrechner zu nutzen. Lastverteilungsprogramme wie LSF oder Codine sorgten dabei schon 1993 für eine gleichmäßige Nutzung der Ressourcen. Sun bietet Codine und den Global Resource Director als Sun Grid Engine und als Grid Resource Broker ebenfalls kostenlos an.
Ein ähnlicher Trend entwickelte sich bei den Supercomputerzentren. Sie sind in Deutschland vom Deutschen Forschungsnetz Verein (DFN) mit GBit/s-Übertragungsraten verbunden. Hier war Meta-Computing das Schlagwort: mit einem Job mehrere Rechner gleichzeitig nutzen. Die Teilnehmer des Projekts UNICORE (Uniform Interface to Computing Resources), geleitet vom Zentralinstitut für Angewandte Mathematik (ZAM) des Forschungszentrums Jülich, entwickelten eine Rechner- und Rechenzentrumsschnittstelle. Ein autorisierter Anwender erstellt irgendwo im Web in einer abstrakten Job-Kontrollsprache seinen Job und schickt ihn ab. UNICORE übersetzt die Kontrollsprache in Befehle des Zielsystems.
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