Hybrid-Szenarien mit Windows Azure
Cloud-Lösungen und Vor-Ort-Betrieb kombinieren

Die Migration von Anwendungen in die Cloud heißt nicht, dass Vor-Ort-Ressourcen gänzlich abgelöst werden. Für die Integration der lokalen mit den Cloud Ressourcen gibt es mehrere Ansätze. Wie sich dies in Windows-Azure-Umgebungen umsetzen lässt, erklärt folgender Beitrag.
In der Praxis sind reine Cloud-Ansätze meistens die Ausnahme. Die Regel sind Hybrid-Szenarien, in denen einige Teile einer Anwendung in der Cloud, andere Teile aber vor Ort verbleiben. In diesen Fällen heißt es, eine Brücke zwischen beiden Lösungen zu schlagen. Hierfür existieren mehrere Ansätze.
Überblick
Cloud Computing mit der Windows Azure Plattform stellt für viele Anwendungsfälle ein durchaus praktikables Betriebs- und Speichermodell für Software dar. Es ist allerdings noch unrealistisch, eine vollständige Verlagerung der IT in die Cloud anzunehmen. Auf mittlere Sicht werden Hybrid-Szenarien dominieren, in denen Teile des IT-Portfolios eines Unternehmens im eigenen Rechenzentrum und Teile in der Cloud betrieben werden.

Situationsabhängig: Es existieren unterschiedliche Ebenen der Integration von Azure in das lokale Rechenzentrum. (Quelle: Microsoft)
Eine derartige Verteilung von IT-Funktionalitäten ist auch innerhalb von Anwendungen anzunehmen. Eine Herausforderung kann allerdings die Integration der derart verteilten Komponenten darstellen, befinden sich doch beispielsweise die lokalen Bausteine hinter Firewall-Grenzen, die von außen - zu Recht - nicht einfach für Aufrufe überwunden werden können.
Die Windows-Azure-Plattform stellt Mittel und Wege zur Verfügung, mit denen Cloud-Ressourcen auf verschiedenen Ebenen mit lokalen Ressourcen integriert werden, das heißt kommunizieren können.
Je nachdem, auf welcher Ebene die Integration erfolgt, kann zwischen Netzwerk-, Daten- und Anwendungsintegration unterschieden werden. Bei Letzterer erfolgt die Integration innerhalb der Anwendungslogik, die sich zur Kommunikation beispielsweise der Windows Azure AppFabric bedienen kann.
Bei der Datenintegration erfolgt die Integration über den Austausch von Daten zwischen Cloud- und lokalen Datenbanken. Bei der Netzwerkintegration kann eine VPN-Verbindung zwischen der Cloud und dem eigenen Rechenzentrum etabliert werden, wodurch die verteilten Komponenten direkt miteinander kommunizieren können.
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