Spam-Schutz für Server

von Mike HartmannKonstantin Pfliegl, 22.11.2002
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Anbieter rüsten auf

Auch die großen Mail-Dienste und Webhoster haben die Spam-Problematik erkannt und ergreifen Gegenmaßnahmen. Der E-Mail-Dienst GMX betreibt kein offenes SMTP-Relay. Für den Versand von Nachrichten muss der Sender über eine bei GMX registrierte Absenderadresse verfügen. Zudem akzeptiert der Mail-Server grundsätzlich nur E-Mails für die eigenen Adressen (gmx.de, gmx.net et cetera).
GMX überprüft die Mails nicht automatisch auf Inhalte, um zu entscheiden, ob es sich um Spam handelt. Nutzer des Dienstes haben die Möglichkeit, unerwünscht erhaltene Werbe-Mails komplett und mit vollständigem Mail-Header zur Auswertung an abuse@gmx.net zu schicken. GMX verwaltet eine interne Liste von E-Mail-Adressen, die für den Versand von E-Mail-Werbung an Personen bekannt sind, die dem Empfang dieser Werbung nicht ausdrücklich zugestimmt haben. Zum Schutz vor Mail-Bomben lehnt GMX Mails vom gleichen Absender automatisch ab, sofern ein fest definiertes Limit eingehender Mails in einem bestimmten Zeitraum überschritten wird.
Der Webhosting-Anbieter 1&1 Puretec startete im Juli 2002 eine Anti-Spam-Initiative für die über zwei Millionen gehosteten Postfächer. Ein Maßnahmenbündel, bestehend aus dem Einsatz neuer Mail-Server mit SMTP-auth sowie speziellen Filtertechnologien, soll den meisten Spam verhindern.
Der von 1&1 entwickelte Spam-Filter weist nach Angaben des Unternehmens pro Tag rund 300.000 Nachrichten von unsicheren Mail-Servern und Proxies zurück. Die Kunden des Unternehmens sollten für einen uneingeschränkten Nachrichtenversand auf die neuen Mail-Server mit SMTP-Authentifizierung umstellen. Ein Spam-Blocker limitiert die über die alten Server eingelieferten Mails pro Benutzer und Stunde. (mha)
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