Patch Day August 2004: Patch nach den Patches

Die besonders dringenden Updates für MSIE und Windows XP hat Microsoft vorgezogen. Außerdem ist noch eine mittelschwere Lücke im Outlook-Web-Access-Dienst des Exchange Server 5.5 zu stopfen.
Jeden zweiten Dienstag im Monat ist Microsoft Patch Day. An diesem Tag veröffentlicht der Software-Gigant aus Redmond eine Liste kritischer Bugs samt zugehörigen Fixes. Durch diesen festen Monatsrhythmus möchte man Systemadministratoren das Leben erleichtern und die Updates zu einer planbaren Größe im IT-Management machen.
In diesem Monat hat das allerdings offensichtlich nicht so recht geklappt. Bereits am 30. Juli musste Microsoft ein kumulatives Patch-Paket für den Internet Explorer vorausschieben, dessen zu diesem Zeitpunkt haarsträubende Sicherheitslücken bereits ein deutliches Abwandern der Benutzer zu Browser-Alternativen verursacht hatten. Auch das lange erwartete und mehrfach verschobene Service Pack 2 für Windows XP konnte man in Redmond scheinbar nicht mehr bis zum regulären Patch-Day-Termin am 10. August aussitzen und veröffentlichte es bereits am Vortag.
Damit beschränken sich die von Microsoft als gefährlich erachteten Schwachstellen diesen Monat auf eine mittelschwere Lücke in der Outlook-Web-Access-Komponente des Exchange Server 5.5. Über Outlook Web Access (OWA) können Benutzer via Webbrowser auf ihr Exchange-Postfach zugreifen. Ein Exchange-Server mit OWA kann auch als Website fungieren, auf der die Benutzer E-Mails lesen oder verfassen und ihre Kalender verwalten.
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