Microsofts neuer Browser

Internet Explorer 10: die Neuerungen im Überblick

14.10.2012 | von Moritz Jäger (Autor) 
Moritz Jäger
Moritz Jäger ist freier Autor und Journalist in München. Ihn faszinieren besonders die Themen IT-Sicherheit, Mobile und die aufstrebende Maker-Kultur rund um 3D-Druck und selbst basteln. Wenn er nicht gerade für Computerwoche, TecChannel, Heise oder ZDNet.com schreibt, findet man ihn wahlweise versunken in den Tiefen des Internets, in einem der Biergärten seiner Heimatstadt München, mit einem guten (e-)Buch in der Hand oder auf Reisen durch die Weltgeschichte.
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Mit Windows 8 kommt auch die nächste Version des Internet Explorers. Für Admins wichtig: Damit gehen eine Reihe Neuerungen und Änderungen bei den IE-Gruppenrichtlinien einher. Windows-7-Nutzer können den IE10 gleichfalls einsetzen. Grund genug, auf die Neuerungen des Microsoft-Browsers einen genauen Blick zu werfen.
Zusammen mit Windows 8 führt Microsoft auch den Internet Explorer 10 offiziell ein. Dieser wird nicht nur für das neue Betriebssystem verfügbar sein, auch Nutzer von Windows 7 werden eine Version erhalten. Wer dagegen noch auf Windows XP oder Windows Vista setzt, geht leer aus. Diese Systeme bleiben maximal beim IE8 beziehungsweise Internet Explorer 9.
Bekannte Optik: Der IE10 ähnelt seinem Vorgänger stark.
Bekannte Optik: Der IE10 ähnelt seinem Vorgänger stark.
Bekannte Optik: Der IE10 ähnelt seinem Vorgänger stark.
Optisch unterscheidet sich der Internet Explorer 10 kaum vom IE9. Unter der Haube gibt es allerdings einige Neuerungen, darunter eine ganze Reihe von Webtechniken. Diese umfassen unter anderem:
  • HTML5 (darunter Asynchronous Script Execution, AppCache API, Drag-and-Drop APIs, Rechtschreibüberprüfung oder WebSockets)
  • Cascading Style Sheets, Level 3 (Advanced Layout, visuelle Effekte, Panning und Zooming)
  • Document Object Model
  • Indexed Database API
  • Scalable Vector Graphics (SVG, filters)
Microsoft hat eine ganze Reihe von Tests veröffentlicht, mit denen die neuen Funktionen ausprobiert werden können. Wie bereits beim Vorgänger sammelt der Konzern diese auf der Testdrive-Seite. Zusätzlich zum neuen Browser liefert Microsoft eine neue Version des Internet Explorer Administration Kit. Dieses liefert IT-Profis verschiedene Werkzeuge, mit denen sich der IE10 innerhalb eines Unternehmens ausrollen, anpassen und verwalten lässt (siehe auch IEAK - Internet Explorer 9 optimal installieren und anpassen).
Aktuell kann man den IE10 nur auf Windows 8 ausprobieren. Spätestens mit dem offiziellen Starttermin von Windows 8 dürfte Microsoft aber auch den Veröffentlichungstermin des IE10 für Windows 7 bekannt geben.

Gruppenrichtlinien im IE10

Microsoft integriert eine ganze Reihe von neuen Gruppenrichtlinien in den Internet Explorer 10. Der Großteil davon ist in allen Versionen des IE 10 enthalten, einige setzen allerdings spezifisch Windows 8 voraus. Microsoft listet alle neuen Gruppenrichtlinien auf dieser Webseite auf.
Administratoren können wie gehabt einen Großteil der Funktionen des Browsers anpassen oder beeinflussen. Ein paar praktische Beispiele dafür sind etwa das Verbieten von automatischen Updates, die Steuerung der von ActiveX oder die Entscheidung, ob der Browser Informationen an verknüpfte Online-Dienste schicken darf, Webseiten als Tiles im Metro-Menü öffnet oder standardmäßig die Do-Not-Track-Option nutzt.
Dazu ändern sich auch einige der bisherigen Gruppenrichtlinien mit dem neuen Browser. Das liegt vor allem daran, dass Microsoft eigentlich zwei verschiedene Internet Explorer im neuen Betriebssystem installiert. Der Internet Explorer 10 bezieht sich auf die Browser-Variante, die auf dem Windows Desktop läuft, während sich die Bezeichnung "Internet Explorer" auf die Integration innerhalb der Metro-Oberfläche bezieht.
Eine weitere Neuerung ist die tiefe Integration von Adobe Flash. Microsoft liefert eine eigene Variante des Plug-Ins für den IE mit. Da es hier in der Vergangenheit zu Sicherheitslücken und diversen Attacken kam, integriert Microsoft verschiedene Gruppenrichtlinien zur Steuerung des Plug-ins. Mithilfe dieser Funktionen können Admins Flash komplett abschalten oder Add-Ons deaktivieren und nur spezielle Add-Ons auf einer Whitelist ausführen.
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