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Windows 7 automatisch installieren, Teil 1

30.12.2009 (aktualisiert) | von Thomas Joos (Autor) 
Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
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Mit der Einführung von Windows 7 hat sich auch die Vorgehensweise zur automatischen Installation auf Clients verbessert. Microsoft stellt Administratoren hierfür zahlreiche kostenlose Hilfsmittel zur Verfügung.
Dazu gehört unter anderem das Windows Automated Installation Kit (WAIK). Das neue WAIK ist optimiert für Windows 7 und Windows Server 2008 R2. Dieses kostenlose Werkzeug stellt eine Umgebung bereit, mit der auch Installationen in großen Stückzahlen ausgerollt werden können. Außerdem stellt Microsoft noch das Microsoft Deployment Toolkit 2010 zur Verfügung, das Unternehmen ebenfalls bei der Migration zu Windows 7 unterstützt. Darüber hinaus ist das Microsoft Assessment und Planning (MAP) Toolkit bei der Migration hilfreich. Auf der Internetseite http://blogs.technet.com/mapblog/ finden Sie hierzu weitere Informationen und zusätzliche Tools für die Migration. In dieser mehrteiligen Artikelserie erklären wir detailliert die automatische Installation von Windows 7. Der erste Teil widmet sich eingehend den dafür notwendigen Werkzeugen und Grundlagen. In dem zweiten Teil „Windows 7 automatisch installieren, Teil 2“, liefern wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur automatischen Installation.
Ausführliche Informationen zu Windows-7-Neuerungen wie Branch Cache, Direct Access und BitLocker liefert Ihnen der Beitrag Windows 7: Die neuen Funktionen für Unternehmen.

Das Windows-Imaging-Format

Windows 7 arbeitet, wie auch schon Windows Vista, mit dem WIM-Imageformat (Windows Imaging). Im Gegensatz zum sektorbasierten Imageformats ist das WIM-Format dateibasiert. Dies hat mehrere Vorteile: WIM ist hardwareunabhängig. Das bedeutet, Administratoren müssen nur ein Image für verschiedene Hardwarekonfigurationen erstellen. Mit WIM lassen sich mehrere Images in einer zentralen Datei speichern. Außerdem nutzt WIM eine Kompression und das Single-Instance-Verfahren, das reduziert die Größe von Imagedateien deutlich. Single-Instancing ist eine Technologie, bei der jede Datei nur einmal gespeichert wird. Wenn zum Beispiel Image 1, 2 und 3 alle die gleiche Datei A enthalten, dann sorgt Single-Instancing dafür, dass Datei A nur einmal tatsächlich gespeichert wird. WIM-Images ermöglichen die Offline-Bearbeitung von Images. So können Administratoren Betriebssystemkomponenten, Patches und Treiber hinzufügen oder löschen, ohne ein neues Image erstellen zu müssen. Damit ist es beispielsweise möglich, einen Treiber auszutauschen, ohne das Administratorenimage komplett neu erstellen zu müssen.
Ein weiterer Vorteil des WIM-Formats ist das sogenannte „non-destructive Deployment“. Das bedeutet, dass beim Einspielen des Image die Daten, die sich bereits auf der Festplatte befinden, nicht gelöscht oder überschrieben werden müssen. Bei Windows XP verhinderten technische Einschränkungen die Erstellung eines einzigen Images, das auf allen Computern funktioniert. Unterschiedliche HAL-Schichten (Hardware Abstraction Layer) bedeuteten, dass Administratoren mehrere Images pflegen müssen. In Windows 7 bestehen diese technischen Einschränkungen nicht mehr; das Betriebssystem ist in der Lage, die benötigte HAL festzustellen und sie automatisch zu installieren.
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