Dateimanager und Co.

Nützliche Tools für die Dateiverwaltung

06.04.2013 (aktualisiert) | von Thomas Bär (Autor)  und Frank-Michael Schlede (Autor) 
Frank-Michael Schlede
Frank-Michael Schlede arbeitet seit den achtziger Jahren in der IT und ist seit 1990 als Trainer und Fachjournalist tätig. Nach unterschiedlichen Tätigkeiten als Redakteur und Chefredakteur in verschiedenen Verlagen arbeitet er seit Ende 2009 als freier IT-Journalist für verschiedene Online- und Print-Publikationen. Er lebt und arbeitet in Pfaffenhofen an der Ilm.
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Thomas Bär
Thomas Bär, der seit Ende der neunziger Jahre in der IT tätig ist, bringt weit reichende Erfahrungen bei der Einführung und Umsetzung von IT-Prozessen im Gesundheitswesen mit. Dieses in der Praxis gewonnene Wissen hat er seit Anfang 2000 in zahlreichen Publikationen als Fachjournalist in einer großen Zahl von Artikeln umgesetzt. Er lebt und arbeitet in Irsee im Allgäu.
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Foto: Bär/Schlede
Foto: Bär/Schlede
Dateiordner und sinnvolle Dateinamen helfen sicher dabei die Unordnung auf der Festplatte in Grenzen zu halten. Wir haben hier eine Reihe von Free- und Shareware-Tools zusammengestellt, die die Arbeit mit Dateien und Ordnern aber deutlich vereinfachen.
Computerveteranen schwören häufig darauf, dass sie ihre Daten nur mit Hilfe von Verzeichnissen und den "richtig und intelligent ausgewählten" Dateinamen immer in Ordnung halten und so zudem alles finden können, was sich suchen. Das wird in einigen wenigen Fällen sicher zutreffen, doch wer sich einmal auf der Kommandozeile oder auch mit dem Windows-Explorer durch einen "Datendschungel" von mehreren TByte gequält hat, nur weil ihm der Name der Datei nicht mehr einfiel (weshalb eines der vielen Suchprogramme auch keine brauchbaren Ergebnisse lieferte), der wird sich nach Werkzeugen sehnen, die eine grundsätzliche Ordnung schaffen, Listen anlegen oder auch nur das Arbeiten mit Dateien und Ordnern unter Windows einfacher machen.
Wir haben uns in dem reichlichen Angebot an Free- und Shareware umgeschaut und stellen hier eine kleine Auswahl an Softwarewerkzeugen vor, die das Arbeiten mit Ordnern und Dateien erleichtern und so auch helfen können, das Chaos zu bekämpfen.
Dabei existiert eine nahezu unüberschaubare Auswahl an Tools, wenn es beispielsweise darum geht, Ersatz für den Windows-Explorer anzubieten: Viele Nutzer scheinen sich trotz der vielen Verbesserungen durch die Jahre und Windows-Versionen immer noch nicht mit Microsofts Lösung anfreunden zu können. Wir haben aus diesem Konglomerat an Programmen nur zwei dieser "Ersatz-Explorer" als exemplarische Beispiele ausgewählt - sein Sie also nicht allzu enttäuscht, wenn Ihr "Lieblings-Commander" nicht mit dabei ist.

Verzeichnis wird zum Laufwerk: Drive Folder

Eigentlich sind die Laufwerksbuchstaben der Windows-Systeme ein Relikt, das noch aus der Zeit der CPM-Systeme stammt, das sich aber bis heute bei einer Reihe von Betriebssystemen halten konnte. Deshalb sind die Nutzer diese Art des Zugriffs gewohnt und finden es teilweise einfacher, auf die Daten mittels eines Laufwerksbuchstaben zuzugreifen, statt sich durch endlose Dateipfade arbeiten zu müssen.
Die Software "Drive Folder" schirmt den unerfahrenen Anwender von der Kommandozeile ab und unterstützt ihn bei der Einrichtung eines virtuellen Laufwerks.
Die Software "Drive Folder" schirmt den unerfahrenen Anwender von der Kommandozeile ab und unterstützt ihn bei der Einrichtung eines virtuellen Laufwerks.
Die Software "Drive Folder" schirmt den unerfahrenen Anwender von der Kommandozeile ab und unterstützt ihn bei der Einrichtung eines virtuellen Laufwerks.
Foto: Bär/Schlede
Virtuelle Laufwerke lassen sich auch direkt unter Windows einrichten, so dass Verzeichnisse über einen beliebig festzulegenden (natürlich noch nicht an ein anderes Verzeichnis oder Gerät vergebenen) Buchstaben erreicht werden kann: Das wird mit Hilfe des Programms subst.exe möglich, das auch unter Windows 8 zur Verfügung steht. Anwender, die nicht mit der Kommandozeile arbeiten wollen oder können, finden in dem Programm Drive Folder eine gute Alternative.
Welche Vorteile bietet Drive Folder?
  • Schnell installiertes kleines Programm, das die Komplexität eines Kommandozeilenbefehls vom Anwender fernhält.
  • Ein dreistufiges Hilfeprogramm begleitet den Anwender durch die Einrichtung des virtuellen Laufwerks und stellt im auch eine entsprechende Batch-Datei bereit, mit der daran anschließend diese Zuweisung automatisiert ausführen lassen kann.
Welche Nachteile gibt es beim Einsatz von Drive Folder?
  • Das Programm steht nur in englischer Sprache mit einer etwas altmodischen Oberfläche bereit.
  • Die Software ist nicht auf dem aktuellsten Stand: So muss der Anwender sie unter Windows 7 händisch mit der Einstellung "Als Administrator ausführen" starten (beziehungsweise dies in den Dateieigenschaften ändern), da sonst der Zugriff aufgrund mangelnder Rechte misslingt.
Fazit: Eine nützliche kleine Erweiterung für Anwender, die beispielsweise lieber mittels Laufwerksbuchstaben als mit langen, komplizierten Pfadangaben auf ihre Daten zugreifen wollen und den Kontakt mit der Kommandozeile scheuen. Hat das Programm erst einmal die nötigen Batchdateien angelegt beziehungsweise als "Autostart-Programm" eingetragen, stehen ihnen diese Buchstaben dann problemlos zur Verfügung.
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