Kostenloses Tool zur Autostart-Diagnose
AutoRuns - Windows-Systemstart optimieren
von
Bernhard HaluschakBernhard Haluschak ist als Redakteur bei TecChannel tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server-Umfeld und im Bereich neuer Technologien zurück. Vor seiner Fachredakteurslaufbahn arbeitete er in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
, 03.04.2013 (aktualisiert)
Nach dem Windows-Start sind vielerlei Treiber und Services im Hintergrund des Betriebssystems aktiv. Nicht alle davon werden wirklich benötigt. Mit AutoRuns kann der Anwender komfortabel bestimmen, welche Programme Windows starten darf. Mit der Version 11.5 sind einige Verbesserungen hinzugekommen.
Funktionalität: Das englischsprachige Microsoft-Tool
AutoRuns verwaltet alle Autostart-Einträge in einem zentralen Dialog. Dazu gehören Programme, die per Autostart-Gruppe,
Windows-Registry oder INI-Dateien bei jedem Windows-Start automatisch ausgeführt werden. Über ein kleines Kästchen vor jedem Eintrag legt der Nutzer fest, ob das jeweilige Programm weiterhin automatisch starten, oder ob es vorübergehend deaktiviert werden soll. Einträge lassen sich über das Kontextmenü auch dauerhaft aus den Autostart-Einstellungen entfernen. Mit der Version 11.5 wurden Verbesserungen bei der Anzeige von "Timestamps" sowie bie der "Jump-to-Entry"-Funktion eingeführt.
Installation: Das Programm aus dem Bereich der
Windows Sysinternals von Microsoft muss nicht installiert werden. Der Anwender muss es lediglich aus der herunter geladenen ZIP-Datei (536 KByte) entpacken und mit dem Aufruf von "autoruns.exe" starten. In der ZIP-Datei ist auch "autorunsc.exe" enthalten, die Kommandozeilenvariante von autoruns.

AutoRuns: Mit dem Tool lassen sich die Autostart-Einträge individuell anpassen.
Bedienung: AutoRuns kann ohne Installation nach dem Entpacken des Dateiarchivs gestartet werden und präsentiert sich in einer übersichtlichen Bedienerführung mit 18 Registerlaschen für die einzelnen Bereiche wie Windows-Dienste, Explorer-Shellerweiterungen, Symbolleisten, Browserhilfsobjekte, Winlogon-Benachrichtigungen, Autostartdienste und vieles mehr. Zur Anzeige der Eigenschaften einer ausführbaren Datei markieren Sie diese und wählen im Menü Entry die Option Properties. Mit <Strg>-<M> suchen Sie im Web nach unbekannten Einträgen. Autostart-Kommandos lassen sich vorübergehend abschalten oder löschen.
Um Autostartabbilder für verschiedene Benutzerkonten abzurufen, wählen Sie im Menü
User die entsprechenden Einträge aus. Schalten Sie in
AutoRuns unter der Option den Punkt
Hide Signed Microsoft Entries ein, um nur die Autostart-Einträge von Drittanbietern anzuzeigen. Alle
Windows-eigenen Einträge werden ausgeblendet. Darüber hinaus ist es auch möglich, die Autostartabbilder für andere, auf dem System konfigurierte Benutzer, unter
User zu betrachten und auszuwerten.
Wer die oben erwähnte Kommanodzeilenvariante nutzen möchte, etwa um Reports zu erstellen, findet die entsprechende Parameter übersichtlich in
Microsofts TechNet.
Fazit: Das Tool AutoRuns erlaubt es dem Anwender die Autostart-Einträge detailliert zu analysieren und zu verändern. Das kleine Tool kommt ohne Installation aus und steht auch als Kommandozeilenversion zur Verfügung. Die Bedienung ist intuitiv und einfach. Unerwünschte Einträge können einfach per Mausklick deaktiviert werden. Die Software adressiert nicht nur den Administrator sondern auch den "normalen" Computer-Nutzer, der allerdings über entsprechendes Know-how verfügen muss. (mje/hal)
AutoRuns | Version: | v11.5 |
| Hersteller: | |
| Download Link: | |
| Sprache: | englisch |
| Preis: | kostenlos (Freeware) |
| System: | Windows XP und höher, Windows Server 2003 und höher |
| Alternativen: | |