Moritz Jäger ist freier Autor und IT-Journalist aus München. Seine Themengebiete umfassen IT-Sicherheit, Netzwerk, Windows sowie Lösungen und Tools für die mobile Arbeitswelt, etwa Push-Mail, Übertragungstechnologien, USB-Anwendungen oder Endgeräte und deren Absicherung. Unter anderem schreibt er regelmäßig für TecChannel, PC-Welt, ComputerWoche und ZDNet.de.
Wer von Exchange auf Google Apps umsteigt, muss deswegen nicht auf Outlook als Groupware-Client verzichten. Google liefert einen passenden Connector, der die beiden Systeme kombinieren und E-Mails, Kontakte und Termine synchronisieren kann.
Funktionalität: Google Apps sind bieten zwar ein gutes Webinterface, allerdings wollen oder müssen manche Nutzer weiterhin Outlook nutzen, etwa um verschiedene Plugins verwenden zu können. Google stellt den App-Nutzern daher einen Connector zur Verfügung, der Kontakte, E-Mails und Termine zwischen Outlook auf dem Desktop und Google Apps for your Domain abgleichen kann. Google hat die Software seit unserem ersten Test aktualisiert. Neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, die zu synchronisierenden Kalender auszuwählen. Außerdem zeigt der Connector nun ein Status-Fenster an, das über den aktuellen Synchronisierungsstand von Adressbuch, Kontakten, Kalender und Mail informiert.
Installation: Um den Connector nutzen zu können, benötigen Sie Google Apps in der Premier- oder Edu-Variante, die kostenlose Standard-Version funktioniert nicht mit dem Connector. Nach der Installation legt die Software ein neues Profil in Outlook an, anschließend werden die E-Mails, Kontakte und Kalender mit dem Online-Konto abgeglichen. Dies kann einige Minuten in Anspruch nehmen.
Informativ: Die überarbeitete Version von Apps Sync zeigt Ihnen den jeweiligen Sync-Status einzelner Objekte.
Bedienung: Ist der Connector erst einmal installiert, arbeitet das Tool ständig im Hintergrund. Größere Firmen, die komplett auf Google Apps umsteigen, können außerdem den GAL-Generator nutzen, der die globalen Adressdaten aller Mitglieder sammelt. Dadurch wird auch das Auto-Vervollständigen-Feature von Outlook aktiviert. Zusätzlich lässt sich noch die Größe der lokalen Mailboxen anpassen, je kleiner diese sind, desto schneller ist Outlook.
Fazit: Das Tool eignet sich vor allem in Firmen, die von Exchange nach Google Apps wechseln. Der Nutzer merkt davon im besten Fall nichts, er verwendet einfach weiter Outlook. Doch auch für neue Nutzer ist Outlook eine praktische Erweiterung, hat man so doch auch ohne Browser ständig Zugriff auf die E-Mail-Funktionen oder Kalender. (mja)
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