Moritz Jäger ist Redakteur im Software-Ressort bei TecChannel. Neben Themen rund um Open-Source, Virtualisierung und Sicherheit liegt sein Haupt-Fokus auf Anwendungen, Lösungen und Tools für die mobile Arbeitswelt, etwa Push-Mail, Übertragungstechnologien, USB-Anwendungen oder Endgeräte und deren Absicherung.
Der Web-Dienst Otherinbox will Ihr Postfach vor dem Kollaps bewahren. Dazu bietet der Dienst eine innovative Technik, mit der sich Mailing-Listen und ähnliche E-Mails bequem sortieren lassen.
Funktionalität:Otherinbox ist ein Web-Dienst, der Ihr Postfach vor „Ham“ retten will. Dabei handelt es sich um Mails, die zwar kein Spam sind, die Sie aber nicht sofort lesen wollen. Ein Beispiel dafür wären etwa Newsletter oder Mailing-Listen. Problem hierbei: Abonniert man mehrere dieser Dienste, häufen sie sich bald im Posteingang an. Dort verstopfen sie das Postfach und müssen oft zeitintensiv um- oder aussortiert werden. Otherinbox wählt einen innovativen Weg um den User zu entlasten: Jeder Nutzer erhält eine Subdomain, etwa „Mustermann.otherinbox.com“. Bei einem neuen Abonnement stellen Sie einfach einen beliebigen, passenden Namen vor die Domain, beispielsweise „TecChannelNewsletter@mustermann.otherinbox.com“.
Sobald nun die erste E-Mail über diesen Account eintrifft, legt Otherinbox automatisch einen neuen Ordner an. So sehen Sie auf einen Blick, woher die Mail kommt. Sollte eine E-Mail-Adresse in einem Spam-Verzeichnis aufgenommen worden sein, können Sie die Adresse mit einem Klick als ungültig markieren, anschließend erhalten Sie keine weiteren E-Mails auf diese Adresse.
Automatische Sortierung: Otherinbox legt für jede Adresse ein eigenen Ordner an und schafft so Übersicht. (Quelle: Otherinbox)
Bedienung: Die Bedienung von Otherinbox orientiert sich an anderen Webmailern und ist leicht zu verstehen. Auf Wunsch fasst der Dienst die eingegangenen Mails zusammen und verschickt regelmäßig eine Übersicht. Alternativ lässt sich der Posteingang als RSS-Feed abonnieren. Neben den generischen @Name.otherinbox.com kann man auch eine neue Domain kostenpflichtig beantragen oder den MX-Record einer bereits bestehenden Domain umleiten. Derzeit wird der Dienst von der kostenlosen Testphase in seine endgültige Version überführt. Otherinbox hält E-Mails in der kostenlosen Version für 30 Tage vor. Alternativ soll ein Premium-Dienst eingeführt werden. Für jährlich 19,99 Dollar erhält man einen IMAP-Zugriff, zusätzliche SSL-Verschlüsselung und E-Mails werden länger gespeichert. Das Video erklärt den Dienst genauer:
Fazit: Otherinbox eignet sich ideal, um das Hauptpostfach zu entlasten. Die Generierung der neuen Adressen geht schnell und einfach von der Hand. Bereits nach wenigen Minuten nach dem Ausfüllen einer Anmeldung trudeln die E-Mails passend ein. Hat man sich an den Dienst erst einmal gewöhnt, möchte man ihn nicht mehr missen.
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