Kaufberatung PC-Prozessoren

Ratgeber: Die richtige Desktop-CPU

von Christian Vilsbeck, 28.01.2012 (aktualisiert)
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Aufmacher
Phenoms gibt es mit zwei, vier und sechs Kernen, diverse Athlons, die A- und FX-Serie zusätzlich. Intel bietet den Core i3, i5 und i7 mit Westmere- und Sandy-Bridge-Architektur an. Pentium und Co. gibt es auch noch - Transparenz ist nicht mehr gegeben. Wir durchforsten den Wirrwarr und helfen bei der Wahl der richtigen CPU.
Beim Blick auf das Produktportfolio von AMD und Intel wird es schwierig, den Überblick zu behalten. Diverse CPU-Serien und für "Laien" nichtssagende Modellnummern machen die Qual der Wahl zur richtigen Qual. Worin unterscheidet sich jetzt ein Athlon II X4 vom Phenom II X4, und was ist an der A-Serie oder gar den FX-Prozessoren anders?
Bei Intel ist es inzwischen noch viel schlimmer. Ein gutes Beispiel ist der Core i7, hier gibt es inzwischen vier Serien. Vorsicht ist geboten, denn die Serie Core i7-800 benötigt komplett andere Mainboards als der Core i7-900. Ganz zu schweigen vom Core i7-2x00, der wiederum einen anderen Sockel benötigt, eine Grafik beinhaltet und auf eine neue Architektur setzt. Zu erwähnen ist natürlich noch die neue Serie Core i7-3xx0 mit wiederum anderem Sockel. Wer von den genannten CPUs schneller und besser ist, ist aus den Modellbezeichnungen längst nicht mehr eindeutig abzulesen.
Doch der Reihe nach… Es fängt bei der Wahl des richtigen Prozessors inzwischen schon bei der Frage nach der Anzahl der Kerne an. Soviel vorweg: Single-Core-CPUs gehören in Desktop-PCs inzwischen der Vergangenheit an - und das ist gut so. Zwar denkt man sich oft, für was benötige ich bei meinen Anwendungen eigentlich zwei, drei oder vier Kerne. Für ein bisschen Office-Programme und surfen im Internet genügt doch auch ein simpler und billiger Single-Core-Prozessor…
Doch falsch gedacht! Öffnen Sie in Ihrem Browser einfach viele Tabs gleichzeitig. Sind dann noch Webseiten mit Flash-Animationen oder schlecht programmierten animierten Bannern auf der Seite, so steht die CPU-Auslastung prompt auf Anschlag. Haben Sie schon einmal mit einem Netbook und Intel-Atom-CPU gearbeitet? Dann wissen Sie, was gemeint ist. Schnell kommt so der Wunsch nach mehr Kernen und einem schnelleren Prozessor auf - denn Sie machen noch gar nichts, Sie browsen nur.
Im Zeitalter stets aktiver Multitask-Szenarios mit laufenden Messenger, E-Mail-Client, Firewall, Virenscanner und sonstigen Diensten sollte im PC auf jeden Fall ein Dual-Core-Prozessor sitzen. Und bei den günstigen Preisen aktueller Quad-Core-CPUs ist fast schon ein Vierkernmodell ratsam für den neuen PC. Selbst wenn alle Kerne nie richtig ausgelastet sind, fühlt sich das System einfach "flüssiger" an. Wartezeiten beim Wechseln von Anwendungen sind deutlich geringer, Reserven sind stets vorhanden. Und bei multithreaded programmierten Anwendungen wie Audio-/Video-Bearbeitung oder Rendering sorgen mehr Kerne auch für deutlich mehr Performance.
Wenn man also auf jeden Fall einen Dual-Core-Prozessor nehmen sollte und bei genügend Budget besser schon der Griff zum Vierkerner erfolgt, worauf gilt es noch zu achten? Bei der Flut von Dual- und Quad-Core-CPUs sollte man nicht nur nach dem Preis vorgehen, denn die Unterschiede in der Performance sind oft erheblich. Auch bei den Features der CPUs sollte auf ein paar Dinge geachtet werden.
Auf den folgenden Seiten klären wir über die Unterschiede zwischen den Prozessorserien von AMD und Intel auf und weisen Sie darauf hin, worauf es zu achten gilt.
 
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