Gesundheit und Ergonomie am Arbeitsplatz

Computer machen krank!

11.09.2014 (aktualisiert) | von Bernhard Haluschak (Redaktion) 
Bernhard Haluschak
Bernhard Haluschak ist als Redakteur bei TecChannel tätig. Der Dipl. Ing. FH der Elektrotechnik / Informationsverarbeitung blickt auf langjährige Erfahrungen im Server- und Netzwerk-Umfeld zurück. Besonders reizvoll sind für ihn neue Technologien wie Virtualisierung und Cloud sowie die rasante Evolution von Smartphone und Tablets. Im diesem Kontext ist für den Fachredakteur auch das Thema Security äußerst wichtig. Die kritische Betrachtung der IT  in Form von Tests und das Auseinandersetzen mit dieser sammelte der Technologie-Experte vor seiner journalistischen Laufbahn in Entwicklungslabors, in der Qualitätssicherung sowie als Laboringenieur in namhaften Unternehmen.
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Leiden Sie an Kopfschmerzen, sehen Sie verschwommen oder quälen Sie schmerzhafte Verspannungen im Rücken? Die häufigsten Krankmacher sind Maus, Tastatur, Bildschirm und schlechte Sitzhaltung. Wir zeigen, wie Sie gesund arbeiten.
er Computer ist aus unserer Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. So verbringen Computernutzer häufig mehr als 40 Stunden pro Woche an ihrem Arbeitsgerät. Gesundheitliche Risiken sind damit quasi programmiert. Die häufigsten Gesundheitsprobleme sind Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Augenprobleme. Doch das Arbeiten mit dem Computer birgt noch weitere Gefahren, die auf den ersten Blick für den Anwender nicht ersichtlich sind.
Wer die Gesundheitsgefahren grob über einen längeren Zeitraum missachtet, für den können diese schnell in chronische Erkrankungen ausufern. Das hat nicht nur für den Arbeitnehmer fatale Folgen, sondern auch für den Arbeitgeber. Um dies zu verhindern müssen beide Seiten ein Interesse daran haben, den Computerarbeitsplatz so einzurichten und zu gestalten, dass dieser möglichst geringe gesundheitliche Beeinträchtigungen aufweist.
Dies erfordert aber weitaus mehr, als nur einen gesundheitsgerechten beziehungsweise ergonomischen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Das "richtige" Arbeiten am Computer und auch an Geräten rund um den Computer muss erlernt beziehungsweise geschult werden. Darüber hinaus fordern auch gesetzliche Richtlinien das Einrichten ergonomischer beziehungsweise gesundheitsfördernder Arbeitsumgebungen.
Wir haben die wichtigsten gesundheitlichen Risiken beim Arbeiten am und rund um den Computer zusammengefasst. Darüber hinaus geben wir Ihnen Lösungsansätze und Empfehlungen, wie Sie Ihr Arbeitsgerät optimal auf Ihre körperlichen Bedürfnisse ausrichten können.

Die richtige Sitzhaltung am Computer

Laut Studien der Techniker Krankenkasse (TK) und der BITKOM zählen Rücken-, Nacken- oder Gelenkschmerzen zu den häufigsten Ursachen für Krankschreibungen.
Die Schmerzen haben verschiedene Auslöser, aber hauptsächlich sind mangelnde Bewegung und eine falsche Sitzhaltung bei der täglichen Arbeit am Computer dafür verantwortlich. Der letztgenannte Aspekt tritt häufig in Verbindung mit einem nicht ergonomischen Arbeitsplatz in Bezug auf Bestuhlung und Tische auf. Die Folgen sind chronische Rücken- und Kopfschmerzen sowie Konzentrationsschwäche.
Richtig Sitzen: Eine ergonomische Sitzhaltung beugt gesundheitlichen Risiken vor. (Quelle: Bitkom)
Richtig Sitzen: Eine ergonomische Sitzhaltung beugt gesundheitlichen Risiken vor. (Quelle: Bitkom)
Richtig Sitzen: Eine ergonomische Sitzhaltung beugt gesundheitlichen Risiken vor. (Quelle: Bitkom)
Foto: Bitkom
Ein guter Bürostuhl sollte deshalb nicht nur in der Höhe, sondern auch an der Rücken- und Armlehne verstellbar sein und ein dynamisches und flexibles Sitzen gewährleisten. Die Sitzfläche sollte sich ähnlich wie bei einem Sitzball den Körperbewegungen anpassen. Auch ein höhenverstellbarer Bürotisch trägt zu einer entspannten Sitzhaltung bei. Der Regelbereich der Höhenverstellung darf laut Experten zwischen 68 und 76 Zentimetern liegen. Bei einer optimalen Sitzhaltung bilden der Ober- und Unterarm und der Ober- und Unterschenkel einen Winkel von 90 Grad.
Wer durch einen starren Tisch den Stuhl so hoch stellen muss, dass die Füße nicht mehr den Boden erreichen, sollte eine Fußstütze benutzen. Darüber hinaus muss der Arbeitsplatz unter dem Tisch genügend Beinfreiheit garantieren. Ebenfalls sollten störende Gegenstände wie Kabel oder Steckdosen entfernt werden.
Der Mensch ist für langes ruhiges Sitzen nicht konzipiert worden, erste Alarmzeichen für Dauersitzen sind Verspannungen und Gelenkschmerzen. Deshalb ist es wichtig im Arbeitsalltag für ausreichend körperliche Bewegung zu sorgen. Ein kurzes Bewegungsprogramm, das eventuell mit einem Physiotherapeuten abgestimmt ist, kann mögliche Beschwerden vorbeugend.
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