Test: SuSE Linux Office Desktop
Fazit
Zwar hat Crossover-Office-Hersteller Codeweavers seine Sache recht gut gemacht - neben MS Office unterstützt das Wine-Derivat auch andere gängige Windows-Applikationen wie Lotus Notes R5, Adobe Photoshop 7.0, MS Visio 2000 oder Intuit Quicken 2000.
Um ein Produkt anzubieten, das Einsteigern den Übergang auf Linux schmackhaft macht, genügt es aber nicht, nur eine Laufzeitumgebung für Windows-Binaries über ein herkömmliches Linux zu stülpen und das Ganze dann als Büro-Desktop für Linux-Neulinge zu verkaufen. Hier hat SuSE die Chance verpasst, durch wenige Anpassungen am Distributions-Grundgerüst und Hinzufügen einiger Tools für den Zugang in SMB-Netze eine Linux-Variante zu schaffen, die auch Handwerker oder Gewerbetreibende schmerzfrei in ihr bestehendes Windows-Netz integrieren können.
Für Anwender mit Vorkenntnissen des Open-Source-OS, die durch den gezielten Ersatz von Windows- durch Linux-Arbeitsplätzen mittelfristig Lizenzkosten sparen möchten, ist der SuSE Linux Office Desktop eine feine Sache. Für 129,90 Euro je Arbeitsplatz erhalten sie zunächst einmal eine Lösung zur sanften Migration der Benutzer. Zu einem späteren Zeitpunkt lassen sich die Desktops dann komplett umstellen, ohne den inzwischen an Linux gewöhnten Benutzern zu viel Neues zuzumuten. (jlu)
Inhalt dieses Artikels
Links zum Artikel
Open Source im Unternehmenseinsatz In einer Umfrage wollte unsere US-Schwesterpublikation 'CIO' wissen, warum und in welchem Maße Open-Source-Software in ...
Links zum Thema



PDF
eBook







