Test: NVIDIA nForce2 vs. VIA KT400

von Christian Vilsbeck, 10.10.2002
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Fazit

"Think Sync" lautet NVIDIAs Devise für den nForce2-Chipsatz - zumindest im Reviewer's Guide für die Presse. Hierin wird besonders darauf verwiesen, dass der nForce2 für den synchronen Betrieb von Speicher und FSB optimiert sei. In dieser Konfiguration erziele man die besten Ergebnisse.
Unsere Tests bestätigen dies: Der nForce2 ist am schnellsten mit PC266-SDRAM, teureres PC333 oder PC400 macht den Chipsatz sogar langsamer. Arbeiten Prozessor-FSB und Speicher asynchron, dann macht der Synchronisations-Overhead den Vorteil des schnelleren Speichers komplett wieder zunichte.
Schön, dass NVIDIA immerhin die Presse auf das "Think Sync"-Motto aufmerksam macht. Der Käufer findet leider keinerlei Hinweis darauf, wenn er das Mainboard im Laden in Händen hält. Auf der Verpackung prangt einzig "PC400-Support", und auch die Handbücher raten nirgends zum günstigeren PC266-Speicher - oder maximal PC333 für jene, die die momentan noch kaum erhältlichen FSB333-Athlons XP 2700/2800+ nutzen. In einem "Technical Brief" von NVIDIA heißt es, dass der nForce2 natürlich auch aus PC400-Speicher Nutzen ziehen soll. Man müsse ihn aber synchron mit 266 MHz - oder 333 MHz beim Athlon XP 2700/2800+ - betreiben. Dann lassen sich im BIOS schnellere Timings als bei PC266-Speicher einstellen. Versteht NVIDIA darunter also "Optimized for DDR400"?
Dass VIA beim KT400 das schnelle PC400-SDRAM offiziell nicht unterstützt, wundert nach unseren Tests nicht: In allen Benchmarks arbeitet der Athlon XP 2000+ (FSB266) mit PC400 langsamer als mit PC266. Von PC333-Speicher profitiert der KT400 allerdings spürbar. VIA hat den asynchronen Betrieb FBS266/PC333 deutlich besser im Griff als NVIDIA und SiS.
NVIDIAs Vorhaben, den schnellsten Athlon-Chipsatz bereitzustellen, beurteilen wir nach unseren Tests als gescheitert. Besonders vom Dual-Channel-DDR-Betrieb hätten wir mehr erwartet. Im Durchschnitt erreicht der nForce2 ein Patt mit VIAs KT400. Diesen wiederum kann selbst der Vorgänger KT333 schlagen, wenn ihm ein optimiertes BIOS wie beim VIA VT5615A zur Seite steht.
Unterm Strich bleibt die Erkenntnis, dass man auf den an sich schnellen PC400-Speicher verzichten kann. Selbst PC333 bringt bei den Athlon-Chipsätzen verglichen mit PC266 bei einigen Konfigurationen keinen Performance-Gewinn. Das durch den preiswerteren Speicher gesparte Geld investiert man besser in eine schnellere CPU. (cvi)
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