Test: RADEON 9700 schlägt GeForce4

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STMicroelectronics Kyro II

Mit technischen Innovationen a la GeForce3/4 kann der Kyro II nicht aufwarten. Der Grafikchip basiert wie schon sein Vorgänger auf der PowerVR-Serie3-Technologie von Imagination Technology.
Neu beim Kyro II ist die Fertigung im 0,18-µm-Prozess statt vormals 0,25 µm. Durch die geringere Strukturbreite ist eine höhere Taktrate möglich. STMicroelectronics hat den Kyro II ursprünglich für eine Taktfrequenz von 166 MHz spezifiziert, lässt den Herstellern aber Spielraum nach oben. Hercules entscheidet sich bei der 3D Prophet 4500 für 175 MHz. Chip- und Speichertakt laufen synchron. Beim Vorgängermodell arbeiteten Chip und Speicher noch mit gemächlichen 115 MHz.
Kyro II: Werkelt mit 175 MHz und kann bis zu 64 MByte SDRAM/SGRAM als Videospeicher nutzen.
Kyro II: Werkelt mit 175 MHz und kann bis zu 64 MByte SDRAM/SGRAM als Videospeicher nutzen.
Kyro II: Werkelt mit 175 MHz und kann bis zu 64 MByte SDRAM/SGRAM als Videospeicher nutzen.
Seine Grafikpower bezieht der Kyro II aus zwei Rendering-Pipelines mit je einer Textureinheit. Daraus ergibt sich für den Prozessor eine theoretische Füllrate von 0,35 Gigatexel/s. Verglichen mit den 0,7 Gigatexel/s einer GeForce2 MX erscheint das zunächst wenig. Die effektive Füllrate erhöht sich laut STMicroelectronics durch die Tile-Based-Rendering-Architektur aber auf bis zu 1,4 Gigatexel/s. Der Kyro II rendert bei diesem Verfahren nur Szenen, die der Betrachter auch sehen kann. Versteckte Texturen lässt er aus.
Der Kyro II kann maximal 64 MByte SDRAM oder SGRAM verwalten. Eine Unterstützung für DDR-Speicher fehlt. Mit seinem 128 Bit breiten Speicherbus erreicht der Kyro II eine maximale Speicherbandbreite von 2,73 GByte/s. Im Treiber sind Auflösungen bis zu 2048 x 1536 Pixel durch den 270-MHz-RAMDAC möglich.
Weitere wichtige Features des Kyro-II-Chips sind: 8-Layer-Multitexturing, 32 Bit internes True-Color-Rendering, Full Scene Anti-Aliasing und Environment Bump-Mapping. T&L unterstützt der Prozessor nicht.
Der KYRO II kann theoretisch AGP 4x. Aus Kompatibilitätsgründen laufen Kyro-II-Grafikkarten per Firmware nur im AGP-2x-Modus.
Probleme im Test traten mit zahlreichen Mainboards auf. Mit dem EPoX EP-8KHA+ (VIA KT266A) lief der Kyro II nicht stabil und brachte die Testplattform bei einzelnen Benchmarks zum Absturz. Teilweise quittierte der Kyro II auch den Dienst beim Wechsel der Bildschirmauflösung von 1024 x 768 zu 1280 x 1024 und umgekehrt. Das MSI K7T266 Pro (VIA KT266) erkannte die Grafikkarte erst gar nicht. Keine Probleme gab es mit dem EpoX EP-8K3A+ (VIA KT333) und Mainboards für den Pentium 4 wie dem EPoX EP-4T2A3 (Intel i850) und dem MSI 845 Ultra (Intel i845).
Kyro, Kyro II und GeForce2 MX im Vergleich
Chip
Kyro
Kyro II
GeForce2 MX
Technologie
0,25 µm
0,18 µm
0,18 µm
Transistoren
12 Millionen
15 Millionen
k.A.
Max. Speicher
64 MByte
64 MByte
64 MByte
Speichertyp
SGRAM, SDRAM
SGRAM, SDRAM
SGRAM, SDRAM, DDR-SGRAM, DDR-SDRAM
Chiptakt
115 MHz
175 MHz
175 MHz
Speichertakt
115 MHz
175 MHz
166 MHz
Speicherbus
128 Bit
128 Bit
64/128 Bit
AGP-Mode
2x
2x
4x
Speicherbandbreite
1,8 GByte/s
2,7 GByte/s
2,6 GByte/s
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