Mini-UMTS-Funkzellen für zu Hause
So funktionieren Femtozellen

Seit dem Mobile World Congress 2008, der im Februar in Barcelona stattfand, treibt ein neues Schlagwort die Mobilfunk- und Internetbranche um: Femtozellen. TecChannel erklärt Ihnen, was sich dahinter verbirgt.
Femtozellen sind kleine Mobilfunkzellen, die beim Kunden zu Hause betrieben werden sollen. Sie dienen grundsätzlich dazu, UMTS-Versorgung in Wohnungen und Geschäftsräumen zur Verfügung zu stellen, in welche die „öffentlichen“ Funkzellen nicht mehr hineinreichen.
Dabei bezieht die Branche den Begriff Femtozellen vor allem auf den Einsatz solcher Mini-Mobilfunkzellen bei privaten Kunden. Denn im Businessmarkt ist das Verfahren schon lang nichts Neues mehr: Um Bürohäuser und Firmengelände ausreichend mit Mobilfunkabdeckung zu versorgen, installieren die Mobilfunkbetreiber im Auftrag ihrer Geschäftskunden kleine Füllsender. Diese bezeichnet man als Picozellen. Auch wenn sie zur Netzstruktur und Funknetzplanung des öffentlichen Mobilfunknetzes gehören, werden sie nur eingerichtet, um den Bandbreiten- und Netzversorgungswünschen von Businesskunden nachkommen zu können.
Ähnliche Größen trotz unterschiedlicher Vorsilben
Die Vorsilben „Femto“ und „Pico“ sind sogenannte SI-Prefixe – also Vorsilben für physikalische Maßeinheiten nach dem internationalen Einheitensystem (französisch Système internationale d’unités, kurz SI). Femto steht für ein Billiardstel, Pico für ein Billionstel. Das bedeutet nun aber nicht, dass eine privat genutzte Mini-Funkzelle tausend Mal kleiner wäre als eine geschäftliche genutzte. Beide Zellentypen haben üblicherweise einen Durchmesser von 10 bis 30 Metern. Die unterschiedlichen Begriffe und Einheiten sollen lediglich die verschiedenen Einsatzschwerpunkte verdeutlichen.
Allerdings orientiert sich die Nomenklatur an den bei GSM und UMTS bislang schon üblichen Bezeichnungen für Funkzellen-Größen:
- Makrozellen sind Funkzellen von etwa 20 bis 30 Kilometer Durchmesser. Sie werden typischerweise in schwach besiedelten, ländlichen Gebieten eingesetzt.
- Minizellen haben üblicherweise einige Kilometer Durchmesser und versorgen t ypischerweise städtische Gebiete.
- Microzellen haben nur noch einige hundert Meter Durchmesser und sorgen in Stadtteilen mit starker Mobilfunknachfrage für ausreichend Kapazität.
- Nanozellen sind Füllzellen mit unter 100 Meter Durchmesser, die gezielte Kapazitätsspitzen etwa auf Veranstaltungen abfangen sollen.
Im Netzkonzept von UMTS gibt es darüber hinaus noch sogenannte Hyper- oder Umbrella-Zellen, die eine Grundkapazität „über“ der Abdeckung kleinerer Funkzellen bieten und eine Ausdehnung von mehreren hundert Kilometern erreichen können. Bisweilen spricht man auch – wiederum mit leichter Übertreibung – von „Welt-Zellen“.
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Meinungen zu diesem Artikel (1 von 1)
Moritz Jäger
09.07.08 11:17
So funktionieren Femtozellen
Insgesamt finde ich die Technik der Femtozellen sehr interessant, auch wenn es derzeit nur die Theor




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