Kostenloses Netzwerk-Management
The Dude - Netzwerkgeräte inventarisieren
von
Thomas RieskeThomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
, 13.12.2011
Um in Netzwerken den Überblick zu behalten, ist ab einer bestimmten Größe die Anschaffung einer Inventarisierungssoftware fällig. Kommerzielle Lösungen verursachen meist hohe Kosten. Als Gratis-Alternative bietet sich The Dude an.
Funktionalität: The Dude erfasst alle in einem ausgewählten
LAN auffindbaren Geräte und erstellt aus den gesammelten Informationen eine Übersichtskarte der Netzwerkstruktur. Die Software erkennt einzelne Komponenten wie
Router,
Clients oder
Server und stellt deren Namen wenn möglich anhand der SNMP-Daten dar. Die Namensauflösung ist auch per
DNS und NetBIOS möglich. Nicht ermittelte LAN-Bestandteile lassen sich manuell hinzufügen. Das Tool prüft kontinuierlich den Status der gefundenen Geräte und blendet ihn farblich hervorgehoben ein. Liegen Probleme vor, kann The Dude den Administrator zum Beispiel per E-Mail benachrichtigen oder Aktionen wie das Starten von Programmen durchführen. Standardmäßig landen wichtige Vorfälle auch im Protokoll.
The Dude besteht aus zwei Teilen: Der
Server läuft im Hintergrund und verfügt über keine grafische Oberfläche. Er lässt sich über die Client-Komponente steuern, die sich auf dem gleichen Rechner wie der Server oder auf einem anderen System befinden kann. Ein Zugriff auf die grundlegenden Programmfunktionen ist auch über eine Web-Schnittstelle möglich. Auf den zu verwaltenden Netzwerkgeräten selbst ist keine Installation erforderlich. Unterstützung erfährt der Benutzer über die
Online-Dokumentation oder das herstellereigene
Forum.

Anschaulich: The Dude bereitet die gefundenen Netzwerkelemente grafisch auf. Sie lassen sich manuell oder automatisch anordnen.
Installation: Das Tool lässt sich mithilfe eines Assistenten durch Aufruf der 3,5 MByte großen Setup-Datei einrichten. Nach Abschluss der Installation steht The Dude sofort zur Verfügung.
Bedienung: Beim ersten Programmstart kann der Benutzer eine Sprache für die Oberfläche festlegen. Unter anderem steht Deutsch zur Verfügung, allerdings in einer dürftigen Qualität. Das liegt zum einen an diversen Rechtschreibfehlern, zum anderen daran, dass eine Reihe von Optionen nicht übersetzt sind. Ehe man anschließend auf die Geräteerkennung zugreifen kann, muss man gegebenenfalls die
Windows-Firewall anpassen, die sonst die notwendigen ausgehenden Verbindungen unterdrückt.
Die Einstellungen im Dialogfeld
Geräte analysieren sind sinnvoll vorbelegt, sodass auch
Netzwerk-Einsteiger ohne Probleme zu ersten brauchbaren Ergebnissen kommen. Die ermittelten Komponenten lassen sich mit dem Befehl
Network Maps / Lokal aus dem linken Fensterbereich grafisch darstellen. Über das Kontextmenü stehen weitere Optionen für die
LAN-Elemente zur Verfügung. So lassen sich unter anderem Notizen anlegen und Werkzeuge wie Ping, Traceroute oder ein Bandbreitentest aufrufen.
Konfigurationsanpassungen führt man über die Schaltfläche
Einstellungen durch. Dort kann der User auf der Registerkarte
Server auch den Zugriff auf die Web-Schnittstelle freischalten. Die erforderlichen Anmeldeinformationen muss man allerdings sehr lange in der Dokumentation suchen: Standardmäßig lautet der Benutzername
admin, ein
Passwort ist nicht gesetzt. Ändern lassen sich diese Angaben nicht in den Einstellungen, sondern im mit
Inhalt überschriebenen Menübereich unter
Admins.
Fazit: The Dude stellt eine umfangreiche Lösung dar, um Netzwerke mit ihren Komponenten zu verwalten. Der Administrator findet zahlreiche Werkzeuge, die ihm die tägliche Arbeit erleichtern. Schwachpunkte sind die Dokumentation und die nicht immer logische Benutzerführung. (Thomas Rieske)
The Dude | Version: | 3.6 |
| Hersteller: | |
| Download Link: | |
| Sprache: | Deutsch und andere |
| Preis: | kostenlos |
| System: | Windows 2000 / XP / Vista / 7, Windows Server 2003 / 2008 |
| Alternativen: | |