Netzwerk-Tipp
Linux - IPv6 Privacy Extensions aktivieren
von
Moritz JägerMoritz Jäger ist freier Autor und IT-Journalist aus München. Seine Themengebiete umfassen IT-Sicherheit, Netzwerk, Windows sowie Lösungen und Tools für die mobile Arbeitswelt, etwa Push-Mail, Übertragungstechnologien, USB-Anwendungen oder Endgeräte und deren Absicherung. Unter anderem schreibt er regelmäßig für TecChannel, PC-Welt, ComputerWoche und ZDNet.de.
, 10.06.2011
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Linux unterstützt natürlich auch IPv6, allerdings sind die Privatsphärenerweiterungen standardmäßig nicht aktiv. Mit einem kleinen Eingriff in eine Datei lässt sich das ändern.
Lösung: Wer die
IPv6-Funktion einschalten will, muss die Datei sysctl.conf ändern oder anlegen, dies geht am schnellsten über das Terminal und den Editor Nano (oder Vi, wer diesen vorzieht). In jedem Fall muss der Editor als Root oder per
SuDo ausgeführt werden.

IPv6 Privacy Extensions: Unter Linux müssen die Erweiterungen mit diesem Eintrag und einem Neustart aktiviert werden.
Der Befehl dazu lautet:
sudo nano /etc/sysctl.conf
Der Eintrag muss anschließend um folgende Zeile erweitert werden:
net.ipv6.conf.all.use_tempaddr = 2
Der Punkt "all" lässt sich auch durch die jeweiligen Netzwerkschnittstellen ersetzen.
Anschließend kann man die Datei mit STRG + T speichern, STRG + X beendet Nano.
Nach einem Neustart sollten die Privacy Extensions aktiv sein.
Produkte: Der Tipp funktioniert mit den meisten
Linux-Distributionen - allerdings muss das IPv6-Modul beim Start geladen werden. (mec)