Virtual Branch Network
Aruba: Zweigstellenvernetzung mit zentraler Verwaltung

Der Netzwerkausrüster Aruba hat eine neue Lösung präsentiert, mit der sich sichere WLAN-Hotspots einfacher an Heimarbeiter und Zweigstellen ausrollen lassen. Vorteil: Die Access Points lassen sich bequem von einem zentralen Server verwalten.
Bekannt ist Aruba vor allem für das Management von WLAN Access Points auf Firmengeländen. Nun will der Netzwerkkonzern in den Bereich Virtual Branch Network (VBN) einsteigen. Dabei geht es darum, Außenstellen wie Heimarbeitsplätze oder Zweigstellen sicher mit dem eigentlichen Firmen-LAN zu vernetzen. Der Vorteil der neu vorgestellten Aruba-Lösung ist, dass auf dem eigentlichen Endpunkt kaum Verwaltungsaufwand anfällt. Administratoren tragen die MAC-Adressen der Access Points in einen Management-Server ein und teilen dem jeweiligen Nutzer die Adresse des Servers mit. Der Endnutzer schließt das Gerät dann ans Internet an und trägt die Serveradresse ein. Anschließend meldet sich der Acces Point beim Server an, bestätigt seine Echtheit durch digitale Zertifikate und lädt die komplette Konfiguration herunter.

Netzwerk für die Zweigstelle: Die neuen Remote Access Points von Aruba. Ganz rechts ist der RAP-2, der für unter 100 Euro zu haben sein wird. (Quelle: Aruba)
Die Verbindungen zwischen Server und Access Point sind dabei durch einen VPN-Tunnel geschützt. Im Management-Server selbst lassen sich verschiedene Policies definieren, die dem Endgerät dann entsprechende Rechte einräumen. Beispielsweise lässt sich der WLAN-Zugang oder eine Captive Portal für Gäste zentral definieren und ausrollen. Auch ist es möglich, dass bestimmter Traffic direkt ins Internet geleitet wird, während anderer via VPN durch die Firma geroutet wird.
Passend zu der Lösung stellte Aruba neue Hardware vor. Für den Nutzer im Home Office ist beispielsweise der RAP-2 gedacht, ein Zigarettenschachtel-großer WLAN-Router mit zwei Ethernet-Anschlüssen, der für unter 100 Euro in den Markt kommen soll. Größere Außenstellen können auf Endgeräte wie den RAP-5 zurückgreifen, der über mehrere Ethernet-Schnittstellen und mehr Leistung verfügt.
Laut Aruba eignet sich die Lösung zwar bereits ab einem Durchsatz von 64 Kbit/s, um wirklich produktiv arbeiten zu können sollte der Durchsatz aber bei mindestens 1 Mbit/s liegen. Die neue Lösung ist ab sofort erhältlich. (mja)
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