Kostengünstig optisch speichern

12.10.2001

Tape-Raid

Die Antwort auf diese physikalischen Einschränkungen heißt Tape-Raid. In einer Raid-3-Implementierung sind bis zu fünf Laufwerke konfiguriert. Die Daten verteilen sich auf die Bänder, wobei die Paritätsinformationen ein extra Band beanspruchen. Diese Implementierung kommt sehr gut und transparent mit einzelnen Bandausfällen zurecht. Zusätzliche Lüfter, eine redundante Stromversorgung sowie die Möglichkeit, das System mit mehreren Controllern auszustatten, qualifizieren diesen Ansatz für geschäftskritische Sicherungen einschließlich LAN- und serverlose Backups. Mit "Maxoptix Stream-IT", das fünf Sony AIT-Laufwerke umfasst, sind heute Kapazitäten von 400 GByte üblich, mit einer Sicherungsrate von 130 GByte pro Stunde - vorausgesetzt, dass die Daten komprimiert sind, und der Server und das Netzwerk sie entsprechend schnell bereitstellen. Da die Speichersoftware die fünf Laufwerke als ein Gerät behandelt, lässt sich Tape-Raid problemlos an ein System anschließen. Jede Sicherungssoftware, die ein einzelnes Bandgerät unterstützt, unterstützt auch das virtuelle Gesamtspeichergerät. Die Technik eignet sich ebenfalls für gespiegelte Offline-Bandsicherungen.
Eine weitere Implementierung ist "Redundant Array of Independent Libraries" (RAIL) - eine redundante Reihe unabhängiger Bibliotheken. Dabei werden Bandlaufwerke durch Bandbibliotheken ersetzt.
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