IP-Telefonie: Totgesagte leben länger
IP-Telefon im Kurztest
Einen (fast) vollwertigen Telefonanschluss ohne monatliche Grundgebühr bietet die Indigo Networks GmbH mit "Sipgate" an. Einzige Voraussetzung ist der Kauf eines 99 Euro (Stand: 26.05.2004) teuren VoIP-Telefons, das vorkonfiguriert ausgeliefert wird und das der Kunde an eine bestehende Internetverbindung anschließen muss. Telefonate ins deutsche Festnetz kosten bei dem Düsseldorfer Anbieter rund um die Uhr 1,79 Cent pro Minute (bei Abnahme von 1.000 Minuten sogar nur 0,89 Cent). Jeder Anschluss erhält darüber hinaus eine eigene Telefonnummer, unter der er zu erreichen ist - sofern sein Telefon mit dem Internet verbunden und am Sipgate-Server angemeldet ist. Das geht in der Regel aber problemlos.
Wir haben das System unter verschiedenen Bedingungen getestet. Zum einen in einem Firmennetz, das über eine Standleitung mit dem Internet verbunden ist, und zum anderen an einem herkömmlichen DSL-Anschluss, wie er bei kleinen Unternehmen und Privatanwendern üblich ist. In beiden Umgebungen konnte schon wenige Augenblicke nach Anstöpseln des Apparats ganz normal telefoniert werden. Aus- sowie eingehende Anrufe waren mühelos möglich. Die Sprachqualität war gut, teilweise vielleicht etwas leise, aber bei weitem nicht so wie aus den Anfangszeiten der Internettelefonie gewohnt.
Fazit: Das System ist alltagstauglich, der Anbieter muss aber die Zahl der unterstützten Ortsnetze zügig ausbauen, wenn er ein breites Kundenspektrum ansprechen will.
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