Voice over IP

VoIP - Sprachqualität optimieren und Stromkosten senken

16.06.2010 | von Olaf Hagemann

Sprachqualität bei VoIP

Es gibt verschiedene Faktoren, die die Qualität einer Sprachverbindung in einem Datennetz beeinflussen. Zu den wichtigsten gehören ausreichend Bandbreite und möglichst geringe Latenz. Grundsätzlich muss einem Telefongespräch über ein Datennetzwerk zu jeder Zeit ausreichend Bandbreite zur Verfügung stehen. Hierbei helfen beispielsweise die Reservierung einer Mindestbandbreite für VoIP sowie Priorisierungsfunktionen in den Netzwerk-Switches wie Class of Service (CoS), Port-Priorisierung, Dienste-Priorisierung und IEEE 802.1p-Unterstützung. Unternehmen sollten also bereits vor der Einführung von VoIP sicherstellen, dass ihre Netzwerkinfrastruktur die Kennzeichnung von Sprachpaketen erlaubt, damit dann Quality-of-Service-Mechanismen (QoS) in den Switches Sprachdaten den Vorrang vor weniger zeitkritischen Daten wie zum Beispiel E-Mails geben können.
Der zweite wichtige Faktor ist die Verzögerung bei der Übermittlung von Datenpaketen, auch Network Packet Delay oder Latenz genannt. Er beschreibt die Zeit, die ein Datenpaket benötigt, um von seinem Startpunkt durch das Netzwerk zu seinem Ziel zu gelangen. Jede Station auf dem Weg - beispielsweise Switches, Router oder Firewalls – sowie die Länge des Wegs selbst erhöhen diesen Wert. Hier unterscheiden sich die Geräte verschiedener Hersteller stark, so dass man bei der Komponentenauswahl der lastabhängigen Latenz besondere Aufmerksamkeit schenken sollte.
Ebenfalls zur Latenz trägt der so genannte Jitter bei. Damit bezeichnet man die Varianz der Laufzeit von Datenpaketen vom Sender zum Empfänger. Um großen Schwankungen entgegenzuwirken, gibt es Jitter-Puffer in den Sprachanwendungen. Diese glätten zwar den Paketfluss, fügen aber der Verbindung selbst Latenz hinzu. Die ITU-T (International Telecommunication Union) empfiehlt eine Einwegverzögerung inklusive der durch die Endgeräte verursachten Latenz von maximal 150ms.
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