Grundlagen VoIP
Voice over IP (Teil 1)

Die IP-Telefonie muss sich an ihrer Vorgängertechnologie messen lassen, die über hundert Jahre kontinuierlich weiter entwickelt wurde. Im ersten Teil unseres Background-Artikels beschreiben wir die entsprechenden Rahmenbedingungen.
In heutigen Netzen verwendet man zwei grundlegend unterschiedliche Vermittlungsarten: die Leitungs- und die Paketvermittlung. Bislang kommt die Leitungsvermittlung fast ausschließlich bei der Telefonie zum Einsatz, die Paketvermittlung dagegen in Datennetzen. Diese Zweiteilung ist historisch begründet und im heutigen Netzwerkbetrieb kaum noch gerechtfertigt.
Bei der zunehmenden Nutzung von WANs - also dem Einsatz von Sprachnetzen zur Datenübertragung - hat sich herausgestellt, dass leitungsvermittelnde Netze für typische Datenanwendungen nicht flexibel genug sind. So tritt Datenverkehr meist gebündelt auf: Zeitabschnitte mit hohen Transferraten wechseln mit langen Perioden, in denen keine Daten übertragen werden. Der Nutzanteil beansprucht beim Datenverkehr im Gegensatz zur Telefonie nur wenige Prozent oder Promille der Verbindungszeit.
Die Always-on-Connectivity, wie insbesondere Serveranwendungen sie erfordern, wird bei Leitungsvermittlung mit einer entsprechend schlechten Auslastung der Verbindung erkauft. Zudem schränkt die statische Architektur leitungsvermittelter Netze die Möglichkeit, Mehrwertdienste bereitzustellen, deutlich ein.
Dieser Beitrag führt in die Grundlagen von VoIP ein. Mehr zur technischen Umsetzung und den benutzten Protokollen lesen Sie im Beitrag Voice over IP (Teil 2).
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