Handy- und Komponentenhersteller gegen Qualcomm

31.10.2005
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Der US-Hersteller soll andere Anbieter von CDMA-Komponenten behindern und seine Patente nicht zu fairen Preisen lizensieren. Qualcomm weist alle Vorwürfe zurück.
Die Hersteller Nokia, Ericsson, Texas Instruments, NEC, Broadcom und Panasonic haben bei der EU-Kommission eine Beschwerde gegen Qualcomm eingebracht. Die sechs Konzerne werfen dem US-Unternehmen vor, in Europa würden andere Chipanbieter behindert, in dem "unumgängliche Komponenten" der CDMA-Technologie nicht zu fairen Preisen lizenziert würden. Zudem soll der Chiphersteller angeblich Unternehmen begünstigen, die Chips ausschließlich von Qualcomm kaufen.
In dem Beschwerdebrief heißt es, dass sich das "anti-wettbewerbsrechtliche" Verhalten negativ auf den Mobilfunksektor in Europa und anderswo auswirke. "Es besteht die Gefahr, dass Netzbetreiber und Kunden geringere Auswahl haben und höhere Kosten entstehen", sagt Joe Hubach, Chefjustiziar von Texas Instruments gegenüber dem Wall Street Journal.
Der Hersteller hält zahlreiche Patente zum 3G-Mobilfunkstandard CDMA und zum Nachfolgestandard WDCMA. In den USA dominiert er den Chipmarkt für CDMA.
Das US-Unternehmen bestreitet die Vorwürfe. Die Lizenzvergabepraktiken seien „fair, angemessen und wettbewerbsfördernd“ heißt es in einer heute veröffentlichten Mitteilung. Die Patente gehörten „zu dem am häufigsten lizenzierten Portfolio im Mobilfunktmarkt“. Der WCDMA-Markt verfüge über einen „gesunden Wettbewerb zwischen vielen Lieferanten von Handys, einschliesslich Firmen aus Korea, Japan, China, den USA und Europa“. (uka)
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