LTE-Ausbau

Breitband: Versorgungsauflage im 800-MHz-Bereich bundesweit erfüllt

Malte Jeschke


Malte Jeschke ist Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.


 
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Wie die Bundesnetzagentur meldet, haben die Mobilfunkunternehmen nun auch in Brandenburg die Versorgungsauflage im 800-MHz-Bereich erfüllt. Damit können die Unternehmen die 2010 ersteigerten Frequenzen nun bundesweit frei nutzen.
Brandenburg war das letzte verbliebene Bundesland auf der Versorgungsliste. Damit ist die Versorgungsverpflichtung nach Angaben der Bundesnetzagentur nun in allen Bundesländern erfüllt. "Bereits zwei Jahre nach der Vergabe der Frequenzen werden die Versorgungsauflagen in allen mit Breitband unterversorgten Bundesländern erfüllt. Dies ist ein großer Erfolg und ein wichtiger Schritt im Rahmen der Breitbandstrategie der Bundesregierung", sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.
Im Frühjahr 2010 waren die Frequenzen in den Bereichen 800 MHz (Digitale Dividende), 1,8 GHz, 2 GHz und 2,6 GHz von den Unternehmen Telekom, Vodafone und Telefonica ersteigert worden (siehe auch LTE - Breitbandinternet für alle per Mobilfunk). Dabei war die Zuteilung der 800-MHz-Frequenzen mit gewissen Ausbauverpflichtungen verbunden. Hierfür hatten die Bundesländer im Vorfeld der Versteigerung die mit Breitband unterversorgten Städte und Gemeinden benannt. Diese wurden entsprechend ihrer Einwohnerzahl in vier Prioritäten unterteilt.
So sollten vorrangig Gemeinden und Städte mit weniger als 5000 Einwohnern mit mobilem Breitband versorgt werden, diese haben die Prioritätsstufe 1. Danach sollen die größeren Städte erschlossen werden. Wenn die Versorgungsauflage erfüllt ist, können die Netzbetreiber die 800-MHz-Frequenzen in dem jeweiligen Bundesland frei nutzen. Bei der Beurteilung, ob die Versorgungslage erfüllt ist, werden laut Bundesnetzagentur alle eingesetzten Technologien wie DSL; Funk oder Kabel berücksichtigt.
Die "Digitale Dividende" mit 800 MHz eignet sich dank höherer Reichweite besonders für die Versorgung ländlicher Regionen mit Breitbandmobilfunk. Das lohnt sich auch für die Mobilfunkbetreiber, da weniger Basisstationen notwendig sind. Beim LTE in den Großstädten kommt bei der Telekom beispielsweise die 1800-MHz-Technologie zum Einsatz (siehe auch Telekom startet LTE-Netz in vier weiteren Städten). (mje)
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