Elektrosmog: Gefahren durch Mobilfunk?

von PROF. MATTHIAS WUSCHEK , 12.01.2001
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Handys: Strahlung am Kopf

Die Felder der Mobiltelefone sind wegen des kurzen Abstandes zum Körper innerhalb des Kopfes um mehrere Größenordnungen stärker als die Felder der Basisstationen. Die abgegebene elektromagnetische Energie wird vom Kopf des Benutzers teilweise absorbiert und hauptsächlich in Wärme umgewandelt. Dieser Vorgang wird durch die spezifische Absorptionsrate (SAR) charakterisiert, die aufgenommene Leistung pro Kilogramm Körpergewicht (Watt/kg).
Die bei der Nutzung von Mobiltelefonen auftretende Größe und Verteilung der SAR im Kopf ist inzwischen zuverlässig zu bestimmen. Mit Hilfe von Computerberechnungen simulieren Wissenschaftler dabei das Verhalten von menschlichem Körpergewebe und ermitteln auf diese Weise die zu erwartenden Absorptionswerte. Inzwischen sind diese Verfahren so weit entwickelt, dass selbst besonders kritische Teile des menschlichen Kopfes wie beispielsweise das Auge detailliert genug simuliert werden können.
Neben diesen theoretischen Simulationsverfahren führen Hersteller von Mobiltelefonen und unabhängige Institute zusätzliche Messungen durch, um die Einhaltung der maximal zulässigen SAR-Werte zu prüfen. Diese Verfahren zur Bestimmung der SAR messen die Verteilung der elektrischen Feldstärke in einer Nachbildung des menschlichen Kopfes. Um einer realen Situation möglichst nahe zu kommen, wird ein anatomisch korrekt geformtes Fiberglasphantom eingesetzt.
Bestimmung des Grenzwertes: SAR-Messung am Kopfmodell.
Bestimmung des Grenzwertes: SAR-Messung am Kopfmodell.
Bestimmung des Grenzwertes: SAR-Messung am Kopfmodell.
Dieses Schalenmodell ist mit einer Flüssigkeit gefüllt, die das menschliche Gewebe simuliert. Das entsprechende Handy wird nun am Kopf des Modells an genau festgelegten Positionen mit maximaler Sendeleistung betrieben. Durch die Bestrahlung verteilt sich die elektrische Feldstärke in der Flüssigkeit. Sie wird mit Hilfe spezieller, hochempfindlicher Sonden gemessen, die für den Einsatz in derartigen Flüssigkeiten kalibriert sind und eine hohe örtliche Auflösung ermöglichen.
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