Absolventen-Gehälter

IT-Berater: Berufseinstieg mit 3800 Euro

25.11.2012 | von Andrea König
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Ein Monatsgehalt von durchschnittlich 3400 Euro bekommen Akademiker laut Hans-Böckler-Stiftung. Elektro- und Wirtschaftsingenieure verdienen deutlich mehr. So variieren die Gehälter deutlich nach Abschluss, Beruf und Branche, in der die Berufsanfänger arbeiten.
Hochschulabsolventen erhalten im ersten Jahr ihrer Berufstätigkeit ein durchschnittliches Bruttogehalt von rund 3400 Euro im Monat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung, für die rund 4300 Absolventen befragt wurden.
Doch die Einkommen variieren stark je nach Abschluss, Beruf und Branche, in der die Berufsanfänger arbeiten. Ingenieure steigen erwartungsgemäß mit einem überdurchschnittlichen Gehalt ein. Elektroingenieure verdienen direkt nach dem Studium durchschnittlich 4540 Euro pro Monat, Wirtschaftsingenieure 4290 Euro. Maschinenbauingenieure steigen mit 3990 Euro pro Monat ein, IT-Berater mit rund 3800 Euro.

Mit Doktortitel 4220 Euro

Diplomkaufleute beginnen das Berufsleben mit einem Monatsgehalt von 3750 Euro, Juristen mit 3730 Euro. Softwareingenieure verdienen direkt nach dem Studium knapp 3500 Euro, ebenso wissenschaftliche Mitarbeiter. Schlusslichter unter den untersuchen Berufsgruppen bilden Architekten mit rund 2460 Euro.
Berufsanfänger mit Promotion verdienen durchschnittlich 4220 Euro, Masterabsolventen bekommen im ersten Job nach dem Studium rund 3680 Euro monatlich. Mit dem Bachelorabschluss einer Fachhochschule steigt man mit einem Monatsgehalt von 3300 Euro ins Berufsleben ein und Magisterabsolventen verdienen rund 2620 Euro monatlich. Sie erhalten unter den Akademikern das niedrigste Einstiegsgehalt.
Unterteilt nach Branchen verdienen Absolventen im Bankensektor mit einem Einstiegsgehalt von 4400 Euro am besten. An zweiter und dritter Stelle folgen Fahrzeugbau mit rund 4380 Euro Monatsgehalt und chemische Industrie mit rund 4350 Euro. Zwischen 3000 und 4000 Euro verdienen Absolventen in den Bereichen Telekommunikation (3644 Euro), Datenverarbeitung (3525 Euro) und öffentliche Verwaltung (3300 Euro). Weniger als 3000 Euro Einstiegsgehalt erhalten Absolventen in den Branchen Bauwirtschaft (2990 Euro) in der Druckindustrie und Verlagen (2970 Euro) sowie im Bereich Kultur, Sport und Unterhaltung (2650 Euro).

17 Prozent mehr als Vorgesetzter

Wer direkt nach dem Studium als Vorgesetzter ins Berufsleben startet, verdient im Schnitt rund 17 Prozent mehr als Absolventen ohne Personalverantwortung. 13 Prozent der Umfrageteilnehmer befanden sich unmittelbar beim Berufseinstieg in einer Vorgesetztenposition.
Die Studienergebnisse zeigen außerdem, dass Frauen im Durchschnitt ein Fünftel weniger verdienen als Männer. Darüber hinaus steigt mehr als ein Drittel der Absolventen (34 Prozent) mit einem befristeten Vertrag ins Berufsleben ein. Das Monatsgehalt dieser Akademiker liegt mit 2941 Euro rund 19 Prozent unter dem Einstiegsgehalt der unbefristet Beschäftigten, die durchschnittlich 3640 Euro verdienen.
Mit zunehmender Berufserfahrung steigt auch das Monatseinkommen der Akademiker. Wer mit dem durchschnittlichen Monatsgehalt von 3400 Euro in den Beruf einsteigt, verdient nach drei Jahren im Job knapp 3800 Euro. Nach fünf Jahren sind es 4020 Euro pro Monat.
Für die Studie der Hans-Böckler-Stiftung wurden rund 4300 Absolventen mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung befragt. Die ausführliche Analyse ist unter dem Titel Bachelor, Master und Co. Einstiegsgehälter und Arbeitsbedingungen von jungen Akademikerinnen und Akademikern erschienen. (mje)
Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation CIO.
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