Hallo,
ich habe mal wieder eine Frage: Ich besitze ein Netbook auf dem Win7 installiert ist und das ich praktisch ständig mit mir herumschleppe, daher besteht durchaus das Risiko das ich das Netbook verliere oder es gestohlen wird - daher dachte ich daran vertrauliche Daten auf dem Rechner mittels TrueCrypt zu verschlüsseln.
Da die CPU des Netbooks nicht allzuviel hergibt, wäre es imho besser nur einen verschlüsselten Container anzulegen und nicht die gesamte Festplatte inklusive der System-Partition zu verschlüsseln. Allerdings bin ich ein Mensch der immer wieder gerne an seinem Windoof herumbastelt und, gelegentlich, herumpfuscht - jedenfalls ist es mir schon ein, zwei Mal gelungen das OS so zu zerschiessen, dass nur die Wiederherstellung mittels der Hidden Partition weiterhalf. Und so kommen wir zu meiner Frage: Angenommen (als Worst-Case-Szenario) ich bringe es irgendwie fertig, dass System so zu schrotten das ich micht nicht mehr anmelden und den Container entschlüsseln kann - wäre es ein Problem für die Wiederherstellung das ein Teil der Festplatte verschlüsselt ist?
Danke im voraus,
Skepticus
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01.09.2011, 20:14 #1
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TrueCrypt, Win7 & Wiederherstellung
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02.09.2011, 09:08 #2
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Mal so rein theoretisch gesprochen und auf Vermutungen basierend: Wenn du die ganze Festplatte verschlüsselst (spricht Whole Disk Encryption), bekommst du eine Rettungs-CD auf der der Master Boot Record der Festplatte hinterlegt ist, falls du ihn mal verbasteln solltest. Damit kommst du dann auch wieder an deine verschlüsselten Partitionen ran - sofern da nicht auch ein paar Daten gelitten haben.

Wenn du nur einen verschlüsselten Container auf der Festplatte hast, aber nicht mehr an dein Windows kommst, ist die Sache eigentlich noch unkritischer. Im Falle eines Falles kannst du den Datencontainer z.B. mit einer Linux Live-Distribution mit NTFS-Unterstützung deiner Wahl wegspeichern, bevor du dich an das Wiederherstellen von Windows machst. Der Container selbst lässt sich ja nachträglich auch an jeder beliebigen TrueCrypt-Installation öffnen.MfG lookatmyhorse
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02.09.2011, 23:06 #3
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Danke für die Antwort lookatmyhorse,
allerdings war das nicht ganz das, was ich wissen wollte - ich hab mich wohl mal wieder nicht klar genug ausgedrückt...
Es geht mir weniger darum ob ich die Daten aus dem verschlüsselten Container retten kann, sondern ob der verschlüsselte Container die Safe Recovery mittels der Hidden Partition stören würde.
MfG,
Skepticus
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Die Container-Dateien von Truecrypt sind für das Windows-Dateisystem nichts anderes, als ganz normale (in der Regel sehr große) Dateien. Wenn ein Truecrypt-Container auf der Systempartition gespeichert ist und ein Recovery durchgeführt wird, dann ist er wie alle anderen Daten nach dem Recovery weg.
In der Regel stellen die Recovery-CDs der Notebook-Hersteller auch den Auslieferungszustand her, damit würden auch alle sonstigen Partitionen platt gemacht (bei komfortableren Programmen gibt es aber auch Einstellmöglichkeiten). Damit wären auch die dort gespeicherten Container weg.
Truecrypt bietet außerdem noch die Option, ganze Partitionen zu verschlüsseln. Die würden im Fall eines Recovery mit der Hersteller-CD ebenfalls überschrieben.
Wenn es nur um Daten geht, die im Container verschlüsselt werden sollen, dann ist bei diesen Ausgangsbedinungen wohl ein USB-Stick die bessere Wahl. Es gibt sehr kleine Sticks, die man in einem Port stecken lassen kann, ohne dass sie beim Transport stören. Ein USB-Stick lässt sich auch entweder komplett verschlüsseln oder mit einem Container bespielen. In Sachen Performance muss man aber Abstriche machen, weshalb ich keine Programme darauf installieren würde.
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05.09.2011, 18:10 #5
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@Michael Eckert:
Danke für die umfassende Antwort, damit sind meine Bedenken bezüglich der Recovery ausgeräumt...
Allerdings ist auch der Vorschlag mit einem verschlüsselten USB-Stick durchaus interessant, darüber muss ich wohl noch einmal nachdenken.
MfG,
Skepticus
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