Kleiner Trip im Silicon Valley
von am 10.09.2011 um 15:36 (7426 Hits)
Nach dem Intel Software Media Day in San Francisco war ein Trip ins Silicon Valley fällig. Los ging es mit einem Besuch bei McAfee in Santa Clara. Im Meeting-Bereich für Gäste wird gleich ziemlich auf Show gemacht. An den Wänden scrollen animiert die neuesten Attacken durch. Auf einem vier Meter langer Tisch, der ein riesiger Touchscreen ist, lassen sich fast wie im Film Minority Report Fenster hin- und herschieben und Infos zu Viren, Trojanern und Malware abrufen. Auch der Sicherheitslevel von Domains lässt sich hier überprüfen - TecChannel.de hat den Test natürlich bestanden. Spannend und interessant war dann im Trainingroom die Simulation einer Malware-Attacke mit SharK Trojan, die wir selbst durchführen konnten. Da wird einem doch schnell bewusst, wie einfach es im Prinzip ist, Malware zu verbreiten und was damit möglich ist. Ein Fremd-Computer ist sehr schnell unter fremder Kontrolle, wir konnten Daten von dem infizierten PC downloaden, löschen und vieles mehr. Per Keylogger sind alle Eingaben bei Webseiten sichtbar. Alles wurde mit einem im Schwarzmarkt erhältlichen Malware-Kit erledigt. Faszinierend, und doch irgendwie auch beängstigend, wie einfach das ist.
Als nächstes stand der Besuch bei dem Startup Audience an. Das Unternehmen in Mountain View macht einen speziellen DSP, der beispielsweise beim Telefonieren alle Hintergrundgeräusche wie Musik, Straßenlärm usw. unterdrückt. In einer Demo zeigten die Audience-Leute, wie jemand spricht und gleichzeitig laute Musik im Hintergrund läuft. Dabei wurde der Audience-DSP aktiviert. Und es funktioniert wirklich beeindruckend, die übermittelte Sprache ist absolut klar und völlig frei von jeglicher Musik. Interessant war in Mountain View – oder auch Googletown – das freie WiFi GoogleWiFi. Mein Smartphone, auf dem auch ein Google-Account läuft, hat sich automatisch damit verbunden. Der Google-Account genügt als Login. Und beim rumfahren mit dem Auto in Mountain View gab es durchgehend einen WiFi-Connect.
Abschließend wurde noch NVIDIA besucht, ein lockeres Gespräch mit den Tesla-Leuten. Interessante Einsichten gab es, warum manche große Firma mit ihren Grafik-Chips scheiterte. Und mit Kepler für 2012 sei man im Fahrplan. Und wie bei allen Gesprächen mit den Silicon Valley Leuten, merkt man stets den Enthusiasmus und die Begeisterung, ein ganz eigene positive Stimmung. Und irgendwie kennt dort jeder jeden, und der eine von AMD arbeitet jetzt bei Intel, der andere von NVIDIA nun bei Audience, und so weiter und so fort – ein munteres Wechselspielchen zwischen den Firmen.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Vilsbeck
Redakteur TecChannel












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