• Lesertest-Bericht zum Ultrabook Samsung NP900X3C A02

    Überblick

    Das neue Samsung Ultrabook NP900X3C ist der Nachfolger der Version NP900X3B bei den Serie 9 Ultrabooks. Die Bezeichnung A02 des Testgeräts ist auf der Samsung Webseite noch nicht aufgeführt. Stattdessen gibt es dort die Version A03 mit Core i5 M statt U Prozessor und ein Modell A04 mit noch besserer Ausstattung. Gemeinsame Eigenschaften aller 13,3 Zoll Modelle sind:

    • Display: 13,3 Zoll WXGA SuperBright Plus Matt LED Display
    • Auflösung: 1.600 x 900, HD+
    • Hauptspeicher 4GB, Speichertyp DDR3 1.600 MHz
    • Webcam mit einer Auflösung von 1,3 MPixel
    • Auto-Backlight für Tastatur
    • TouchPad mit Scroll Bereich und Gestenfunktion
    • Micro-HDMI Port
    • Integriertes Mikrofon, Bluetooth, beiliegender RJ45 Adapter


    Die Unterschiede sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:

    Modell NP900X3A-A01DE NP900X3B-A01DE NP900X3C-A02DE NP900X3C-A03DE NP900X3C-A04DE
    Betriebssystem Win 7 Pro 64Bit Win 7 Pro 64 Bit Win 7 Pro 64 Bit Win 7 Home P. 64 Bit Win 7 Home P. 64 Bit
    Prozessor Intel Core i5-2537M 1,4 GHz Intel Core i5-2467M 1,6 GHz Intel Core i5-3317U 1,7 GHz Intel Core i5-3317M 1,6 GHz Intel Core i7-3517UM 1,9 GHz
    Chipsatz Intel GL40
    +ICH9M
    Intel HM65 Intel HM75 Intel HM75 Intel HM75
    Intel HD GT2 Intel HD Graphics 4000M Intel HD Graphics 4000M Intel HD Graphics 4000M Intel HD Graphics 4000M
    Aufteilung RAM 1X 4GB 1x 4GB 1x 4GB on board 1x 4GB on board 1x 4GB on board
    Max. Speicher 8GB 8GB Keine Aufrüstung Keine Aufrüstung keine Aufrüstung
    Akku Lithium-P. 6300mAh 6 Zellen Lithium-P. 3610mAh 6 Zellen Lithium-P. 3610mAh 6 Zellen Lithium-P. 3610mAh 6 Zellen Lithium-P. 5880mAh
    Festplatte 128 GB SSD 128 GB SSD 128 GB SSD 128 GB SSD 256 GB SSD
    Abmessungen 328,5 x 227 x 15,9 mm 313,8 x 218,5 x 12,9 mm 313,8 x 218,5 x 12,9 mm 313,8 x 218,5 x 12,9 mm 313,8 x 218,5 x 12,9 mm
    Gewicht 1,31 kg 1,16 kg 1,16 kg 1,16 kg 1,16 kg
    UVP 1.550,- € (Amazon) 1.549,- € 1.399,01 € (Amazon) 1.399,- € 1.799,- €
    Quellen: www.samsung.com, www.amazon.de

    Während das Vorgängermodell NP900X3B optional auch mit 8 GB zu bekommen war, sind die NP900X3C Modelle aufgrund des fest eingelöteten Hauptspeichers nicht aufrüstbar.
    Das Modell A04 bietet im Gegensatz zu den Modellen A02 undA03 eine 256 GB SSD Festplatte und einen Core i7 Prozessor und hat einen entsprechend höheren Preis.


    Erster Eindruck

    Als Verpackung gibt es einen äußeren Karton mit Polsterung so wie einen inneren robusten und edel aussehenden Karton.




    Als Zubehör enthalten sind natürlich das Netzteil, außerdem ein Adapter für den Anschluss eines RJ45 LAN Kabels, sowie Aleitungen, Garantieinformationen und eine System Recovery DVD, die u.a. das Betriebssystem enthält.





    Der RJ45 Adapter ist notwendig, da das Gerät fast dünner ist, als ein Netzwerkstecker hoch ist.





    Das Netzteil wird über einen kleinen Stecker auf der linken Seite des Notebooks angeschlossen, während das Vorgängermodell NP900X3A –jedenfalls nach den Produktfotos bei Amazon zu urteilen – einen Magnetanschluss zu diesem Zweck besitzt.




    Handhabung

    Das Gerät ist fast schon erschreckend flach, sodass ich beim ersten Transport per Umhängetasche Sorge hatte, dass es schnell brechen könnte. Allerdings ist es trotzdem sehr stabil. Taschen, Silikonhüllen oder Hardcases speziell für dieses Modell gibt es leider nicht. Das Netzteil ist angenehm leicht. Beim Zuklappen des Monitors federt ein Gummieinsatz am Außenrand des Monitors.


    Bedienung


    Auf den ersten Blick wirken die Tasten der Tastatur extrem flach und auch sogar etwas größer vom Tastenabstand her, wenn man zum Vergleich ein Apple Aluminium Keyboard gewohnt ist. Sie lassen sich sehr leicht tippen und haben eine glatte Oberfläche und somit sieht man gelegentlich Fingerabdrücke. Die Tastatur besitzt eine Hintergrundbeleuchtung, die sowohl automatisch als auch manuell einstellbar ist.

    Das Touchpad kann für Gestensteuerung verwendet werden.Mausklicks werden auch durch Drücken auf den unteren linken bzw. rechten Bereich des TouchPads ausgeführt, wobei sich die rechte Maustaste etwas schwer tut und nicht immer wie gewünscht reagiert.


    Display

    Das Display zeigt ein sehr scharfes klares Bild mit 1600 x900 Pixeln Auflösung und ist für ein Notebook optimal zum Bearbeiten vonTabellen, Lesen von Webseiten etc. Die Helligkeit kann in 8 verschiedenenStufen eingestellt werden und wird per OSD angezeigt.
    Über den Micro-HDMI Anschluss lässt sich auf digitalem Weg ein externer Monitor anschließen. Micro-HDMI Adapter sind im Consumer Markt schwer zu bekommen, daher wäre es nett gewesen, einen Micro-HDMI Adapter aufHDMI beizulegen. In meiner Testumgebung ist das Samsung Gerät an einen Monitor mit DVI Eingang angeschlossen – per Micro-HDMI auf HDMI Kabel + HDMI auf DVI Adapter. Hierüber ist die maximale Auflösung 1920 x 1080 und das Bild ebenso klar und scharf wie am integrierten Monitor. Jedoch gibt es gelegentlich Bildzuckungen, die nur am externen Bildschirm auftreten, wenn Flash-Inhalte im Browser abgespielt werden.




    Die Helligkeit des integrierten Bildschirms passt sich der Umgebung an, kann aber manuell nachgeregelt werden. Dies ist ein nettes Feature, kann jedoch anfangs irritieren, wenn man gar nicht weiß, warum sich die Helligkeit selbst regelt.




    Software

    Vorinstalliert im Windows 7 Pro sind unter anderem folgende Programme:
    • 60 Tage Version von Norton Internet Security
    • Samsung Recovery Solution 5
    • Samsung Easy Software Manager
    • Samsung Fast Boot
    • Samsung Easy Settings
    • Samsung Easy Fileshare
    • Samsung Easy Migration


    Die Recovery Solution Software präsentiert sich übersichtlich und leicht zu bedienen mit 3 großen Buttons zur Auswahl: Wiederherstellung, Sicherung und Systemsoftware. Um eine spätere Wiederherstellung zu ermöglichen, muss natürlich zunächst eine Sicherung durchgeführt werden. Für diesen Anwendungsfall ist auch eine Partition auf dem Ultrabook resserviert.

    Die Samsung Fast Boot Software bietet einige Optionen, den Bootvorgang zu beschleunigen und ist schon dementsprechend vorkonfiguriert. Diese Optionen greifen auch in die BIOS Einstellungen ein. Es wird darauf hingewiesen, dass der Fast Start Modus keinen USB Zugriff vor dem Windows Start erlaubt.

    Vorbereitet ist schon die Installation von Microsoft Office 2010 Starter Edition, die bei Bedarf kostenlos per Auswahl im Startmenü heruntergeladen und installiert wird.


    Performance

    Das erste Starten des Betriebssystems dauerte mehrere Minuten. Es wurden - wie beim ersten Betriebssystemstart üblich - Zeitzone und Sprache eingestellt und daraufhin das Gerät einmal neu gestartet. Beim zweiten Start dauerte das Booten von Windows nur noch rund 9 Sekunden. Ein Neustart dauert ca. 17 Sekunden (Herunterfahren 8 Sekunden, Starten 9 Sekunden).

    Das vollständige Wiederaufladen des Akkus dauert im laufenden Betrieb ca. 2,5 Stunden.

    Im Benchmarktest PC Mark 7 erreicht das System 3599 Punkte. Die Details und Vergleiche mit anderen Systemen können online eingesehen werden:
    http://www.3dmark.com/pcm7/423398


    Auffälligkeiten

    Das Ultrabook wird von einem Phoenix SecureCore Tiano Setup - sprich einem UEFI - gestartet. Um in dessen Einstellungen zu gelangen, muss die F2 Taste gedrück gehalten werden, bevor auf dem Bildschirm etwas angezeigt wird.

    Bei der täglichen Verwendung über die letzte Woche habe ich leider 2 mal einen Bluescreen bekommen, der auf X64_0x124_GenuineIntel_PROCESSOR_MAE als Fehlerquelle hinweist. Es bleibt zu hoffen, dass dieses durch kommende Treiberupdates behoben werden kann.

    Das Booten von einer Linux CD oder einem Linux USB Stick gestaltet sich zunächst schwierig. Danke an Linuxgirlie für den Hinweis zum Fast Boot Modus im BIOS. Wie auch im Abschnitt zur Samsung Fast Boot Software beschrieben, ist vor dem Windows Start kein Zugriff auf USB Geräte möglich, wenn diese Option aktiv ist. Dies betrifft dementsprechend auch externe Tastaturen. Ein auffälliger Hinweis dazu im Quick Start Guide wäre praktisch gewesen.

    Ein Debian Squeeze Livesystem funktioniert, die problemlose Verwendung scheitert aber schon daran, dass der WLAN Chip nicht erkannt wird. Für die Installation auf Festplatte ist dann noch das Erstellen einer eigenen Partitionsaufteilung von Grund auf notwendig. Installiert man beispielsweise das System in die Partition, die für die Wiederherstellung gedacht war, kann weder Grub noch Lilo installiert werden und folglich die Linux Partition gar nicht booten.


    Fazit

    Für die tägliche Arbeit unter Windows ist das Gerät sowohl als Workstation mit externem Monitor klasse, als auch unterwegs. Aufgrund des angenehmen Monitors und dem trotzdem geringen Gewicht und Platzverbrauch ist es ein Top-Gerät, das man auch von Büro zu Büro mal eben mitnehmen kann. Die kurze Bootzeit überzeugt und macht auch beim Aufwecken aus dem Ruhezustand Spaß, da das System sofort wieder verfügbar ist. (Es gibt eine dedizierte Ruhezustandspartition). Für die Verwendung mit Linux Systemen muss man leider wie so oft bei neuen Geräten viel Forschungs- und Einrichtungsarbeit in Kauf nehmen.
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