• Lesertest Samsung Serie 9 900X3C-A02DE

    Tag 1 (Erste Eindrücke)

    Paket aus der Packstation abgeholt und beim Transport schon festgestellt, dass sich eine angenehme Leichtigkeit des Seins einstellt. Im Verhältnis zu einem Standard Notebook empfinde ich das Paketchen schon als sehr leicht. Daheim angekommen, nach Öffnung der Sendung, stelle ich fest, dass noch einiges an Gewicht in der Verpackung liegt. Das Notebook ist in einem Pappkarton für den Transport eingebettet und nach Befreiung davon, findet sich eine schwarze Kartonage, die eine gewisse Eleganz verbreitet. Kurzum, bei der Verpackung stellt sich mir eine hohe Erwartung ein, was denn da noch kommen mag, wenn man sich dafür schon so viel Mühe gemacht hat.



    Nach Öffnung des schwarzen Kartons finden sich folgende Komponenten:

    • Das Notebook
    • Das Netzkabel für die Stromversorgung
    • Das Wechselstromadapter
    • Das Adabter für den LAN-Anschluß
    • Obligatorische Unterlagen zu Gewährleistung, Sicherheit und Quickstart
    • Eine DVD für ein evtl. Recovery



    Aussenaufnahme auf dem Balkon



    Beim erforderlichen Anschluss an das Stromnnetz (aus Sicherheitsgründen Akku nicht voll), stelle ich fest, dass das Netzkabel sowie das Wechselstromadapterkabel zusammen 2,90 Meter ausmachen (akzeptabel). Große Entfernungen zwischen Notebook und Steckdose sind nicht vorgesehen. Das Steckerchen zum Anschluss des Wechselstromadapters an das Notebook finde ich allerdings sehr filligran und gefährdet verbogen oder abgebrochen zu werden. Meine Sorge scheint nicht unbegründet, man kann AC-Adabter gesondert für rund 19 € erwerben (29.08.12 Korrektur: Das Teil kostet schlappe 99 €, das Netzsteckeranschlussteil kostet 19 €; also Vorsicht mit dem Steckerchen).

    Ebenso ist der Einschaltknopf eher für zarte Frauenhände gemacht, aber auch mit dicken Fingern noch zu betätigen. Mit 2 Klicks und 2 Eingaben steht auch schon die Welt des Internets parat. Für mich unkompliziert, aber ich bin ja auch ein Techniker. Für Unversierte wäre beim ersten Boot mehr automatische Führung wünschenswert.

    Der Korpus des Gerätes erfreut mich durch gute Verarbeitung in metallenem Gewand (Aluminium). Hier gibt es dem ersten Anschein nach nichts zu beanstanden. Auch sehe ich erst einmal nur geringfügig Fingerabdrücke von mir auf dem Gerät, die den Anblick beeinträchtigen. Bei Plastik meist wesentlich stärker wahrzunehmen.

    Der erste Bootvorgang ist in 23,42 Sekunden erledigt und nach Auswahl der Grundeinstellung für Sprache, Land etc. ist das Notebook nach 3-4 Minuten Ersteinrichtung und Neustart bereit für erste Konfigurationen. Da dies eher individueller Natur ist, findet es hier keine weitere Betrachtung.

    Ein Blick auf das integrierte SSD verrät, dass noch 61 GB von 91,4 GB zur Verfügung stehen. Mir ist noch nicht ganz klar wo die Differenz zu den angegebenen 128 GB verblieben ist.

    Folgetage: Auf Herz und Nieren

    Quick Start Guide & Benutzerhandbuch

    Der Quick Start Guide ist ein Flyer über 3 Doppelfaltseiten, in dem Informationen zum Lieferumfang, Erklärung zu den einzelnen Komponenten des Gerätes sowie der Schnittstellen, den Shortcut Keys im oberen Tastaturbereich, zum Stromanschluss, dem ersten Start und der nützlichen vorinstallierten Programme enthalten sind. Für die ersten Schritte zur Nutzung vollkommen ausreichend und auch durchaus geeignet, um es für unterwegs zum kurzen Nachschauen zu verwenden. Ist kompakt und wiegt nichts, mehr oder weniger ein Blatt Papier in DIN A5.

    Auf Papier bekommt man das Benutzerhandbuch nicht mehr und auf der Recovery-DVD ist so auch nichts zu finden. Es wird nur noch digital geliefert und ist bereits vorinstalliert. Es lässt sich relativ einfach über den Software Launcher ansteuern. Das Benutzerhandbuch ist in deutsch, ist sehr gut übersetzt und ich finde, auch sehr gut strukturiert. Für mich ein großer Pluspunkt hinsichtlich Umweltschutz und Schonung der Müllmenge, weil man ja im Normalfall direkt die beiliegenden Papierexemplare in den anderen 20 Sprachen entsorgt.

    Nach Studium des Handbuches ist mir auch klar, dass für das Recovery auch das SSD herhalten muss und das Geheimnis des verbliebenen Platzes lüftet sich mehr und mehr. Ein Blick in die Datenträgerverwaltung klärt auf:
    119,24 GB Basis teilen sich auf in:
    91,50 GB zur Verfügung
    23,35 GB Wiederherstellungspartition
    4,29 GB Ruhestandspartition
    100 MB für das System

    Sehr gut gefallen mir die Einführungsvideos zur Nutzung und zu den vorhandenen Möglichkeiten, die man ebenfalls im Software Launcher vorfindet.

    Fazit: Die papierenen und die digitalen Dokumentationen sind gut und ausreichend für meine Ansprüche. An die Umwelt ist auch gedacht, insofern gibt es von mir einen Pluspunkt ohne Abstriche.

    Maße & Gewichte

    Das Ultrabook ist 31,5 cm breit und 22 cm lang. Von der Unterlage reicht das Gerät in zusammengeklappten Zustand ca. 1,4 cm in die Höhe. Die aufklappbare Oberseite ist ca. 4 mm dick, die Differenz zur Gesamtbauhöhe von 1 cm verbleibt somit für die Unterseite des Ultrabooks.

    Der Bildschirm ist 29.5 cm breit und 16,8 cm hoch.
    Die Tastatur ist 28 cm breit und 10,5 cm hoch.

    Auf meiner Küchenwaage werden 1182 Gramm Gewicht angezeigt (ohne Netzteil). Ein Gewicht, dass man bequem mit einer Hand tragen kann. Das Gerät kann locker von weiblichen Besitzerinnen in einer normalen Handtasche transportiert werden.

    Fazit: Super Ergebnis. Mit der Werbung "Worlds thinnest notebook" wird nicht zu viel versprochen, auf jeden Fall besser als die Konkurrenz aus dem Apfelhaus auch bei der Bauhöhe.

    Verarbeitung

    Wie im ersten Eindruck schon erwähnt, ist das Gehäuse auf der Oberseite aus geschwärztem Aluminium. Die Unterseite ist allerdings plastikartig (Magnesium, Karbon?), was mich aber nicht stört, letztlich muss man hier auch das geringe Gewicht konstatieren und einen Tod sterben. Auf der Unterseite sind mehrere Lüftungsschlitze und 4 Gumminoppen, die für guten Halt des Gerätes auf jeglicher Unterlage sorgen.

    Insgesamt ist das Notebook sehr gut eingefasst. Es gibt keine Spalten oder Ritze, die den Staub einladen könnten. Fingerabdrücke finden sich schon, aber auf dem Metall sind natürlich im Gegenlicht fettige Abdrücke sichtbar. Man muss aber schon genau hinschauen und es ist einfach zu reinigen. Das Ultrabook wirkt sehr kompakt und ist trotz des geringen Gewichtes stabil und robust.

    Die Scharniere für die Geräteoberseite mit dem integrierten Bildschirm sind leicht gängig, trotzdem bleibt aber der Bildschirm exakt so arretiert wie ich mir den Blickwinkel eingestellt habe. Wenn das auch nach langer intensiver Nutzung so bleibt, ist das optimal gelöst. Nimmt man das Gerät in die Hand und verändert ruckartig die Position, reagiert die Oberseite des Ultrabooks mit Winkelanpassung, allerdings würde ich das als keine natürliche Bewegung bei normaler Nutzung einordnen. Es hat mich nur interessiert, wie viel das Gerät an dieser Stelle aushält. Habe eine Grenze gefunden.

    Fazit: Ich hätte spontan keine Verbesserungsvorschläge für die Verarbeitung oder Haptik. Für meine Ansprüche ist das Gerät sehr gut gelungen und es gibt einen Pluspunkt. Mir gefällt auch designtechnisch das Zusammenspiel des schwarzen Korpus mit den blauen Statusanzeigen und der Tastaturbeleuchtung.

    Ausstattung inklusive Software

    Die Ausstattung des mir zur Verfügung stehenden Gerätes (Komponenten auf die ich nicht noch gesondert eigegangen bin) stellt sich wie folgt dar:

    • Intel Quad Core i5 3317U 1.70GHz (3MB Cache)
    • 4096 MB DDR3-RAM 1333MHz (2 Bänke mit 2 GB)
    • Intel HD 4000 Graphics (Shared Memory)
    • Wireless LAN 802.11 a/b/g/n
    • 10/100/1000 Mbit Ethernet (über Adapter)
    • Bluetooth 4.0
    • Intel Wireless Display Support
    • Microsoft Windows 7 Professional 64bit Service Pack 1


    Der Hauptspeicher kann mit jeweils 8 GB pro Bank bis auf 16 GB aufgerüstet werden, natürlich mit entsprechendem Aufpreis.

    In Ivy Bridge Prozessoren (3. Generation Core) integrierte Grafikkarte von Intel, die ein energieeffizienter Stromverbrauch auszeichnet und das Akku schont.

    Insgesamt ist alles dabei, was man für diesen kleinen Kraftprotz braucht, um einen leistungsfähigen Arbeitsplatz dabei zu haben. Die vorinstallierte Software reicht vollkommen aus, um loslegen zu können. Platz genug für persönliche Vorlieben an Software ist noch reichlich vorhanden. Software zur Verwaltung des Gerätes und seiner Komponenten habe ich immer vorgefunden und mehrfach hier erwähnt.

    Die beiliegende Recovery DVD ist nur mit Tricks einsetzbar, entweder über ein freigegebenes Laufwerk im Netzwerk oder über ein virtuelles Laufwerk in das man die Daten kopiert. Für Laien sicherlich eine Herausforderung. Alternativ kann man sich natürlich ein externes Laufwerk anschaffen, dass dann über USB ansteuerbar wäre. Mit der vorhandenen Grundausstattung geht es jedenfalls nicht locker von der Hand.

    Fazit: Grundsätzlich ist die Ausstattung sehr gut, nur mit der Recovery DVD lässt man den Kunden ein wenig im Regen stehen.

    Tastatur (QWERTZ-Tastatur mit Auto-Backlight) & Mousepad

    Die Tastatur kommt ohne numerischen Tastenblock daher. Dadurch sind die vorhandenen Tasten für so ein kleines Gerät in einem angenehm großen Format, so dass auch Schnellschreiber vernünftig damit arbeiten können. Die Tastatur ist grundsätzlich genauso groß, wie die eines Standard Notebooks halt nur ohne Nummernblock. Anschlaggeräusche sind nicht zu hören und die Tasten sind superweich im Andruck. Es lässt sich förmlich über die Tasten gleiten.

    Die oberen Tasten sind zudem über die [Fn]-Taste mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet, für die bei "normalen" Notebooks die eine oder andere Zusatztaste eingearbeitet ist. Man kann die Helligkeit der Hintergundbeleuchtung sowie die Bildschirmleuchtstärke individuell anpassen. Lautstärke, Bildschirmumschaltung, W-Lan-Aktivierung, Touchpad-Aktivierung sind dort ebenfalls einstellbar. Ebenso Flüsterbetrieb für den Lüfter, wobei ich ehrlich gesagt diese Taste anders belegt hätte, weil ich sie noch nicht benötigt habe.

    Um für die vorgenannten Einstellungen nicht immer die [Fn]-Taste mit zu drücken, kann man auch die [Fn Lock]-Taste einmalig bemühen, um die Funktionstasten dauerhaft für eine Konfigurationssitzung umzuschalten.

    Highlight ist bei dieser Komponente die Hintergrundbeleuchtung, die man auch auf seine persönlichen Bedürfnisse anpassen kann. Ein kleiner Sensor links oben sorgt zudem durch Registrierung der Lichtverhältnisse für die automatische Aktivierung bzw. Deaktivierung. Einstellbar ist zusätzlich die automatische Abschaltung der Beleuchtung wenn eine gewisse Zeit keine Taste betätigt worden ist.



    Das Touchpad ist gut "abgestimmt". Meine Aktivitäten werden im Rahmen von Bewegungen auf dem Desktop sowie Rechts- und Linksklicks sauber umgesetzt.

    Wischer auf dem Mousepad sind möglich, wenn man die Funktion nicht abschaltet. Kommt aber nicht an die Möglichkeiten eines Tablets heran. Es ist auch ein wenig ruckelig. Nicht jede Wischbewegung wird gleich umgesetzt. Vielleicht ist aber hier auch nur ein wenig Übung meinerseits erforderlich. Idee und Umsetzung sind gut. Ich bin aber eher ein konservativer Maus-Benutzer.

    Man kann per Wischbewegungen mit den Fingern vergrößern, verkleinern sowie blättern oder auf Internetseiten browsen, wenn man denn mag. Sinnvoll, wenn man keine Maus benutzen will oder wegen des Nutzungsumfeldes benutzen kann. Die Mobilität ist auf jeden Fall gewahrt, wenn keine Maus angeschlossen ist.

    Selbst die Richtungstasten Links, Recht, Oben, Unten sind über die [FnLock] Taste umschaltbar. Anfang, Ende, Bild auf und Bild ab sind aktiv, wenn die Feststelltaste aktiviert ist.

    Fazit: Nichts zu meckern, wahrscheinlich gibt es auch hier noch einiges zu entdecken. Pluspunkt für beide Komponenten.

    SSD (128 GB Solid State Drive)

    Eine Solid State Drive in einem Notebook ist eine feine Sache. Wenig Gewicht verbunden mit hoher Performance und praktischer Geräuschlosigkeit. Hier gibt es nicht viel zu sagen. Aufgrund der dafür noch hohen Preise ist sie allerdings nicht mit üppigen Gigabyte ausgelegt. Für unterwegs aber ausreichend. Falls erforderlich gibt es aber auch hier die Möglichkeit aufzurüsten (600 GB für rund 1000,- €).

    Über Schnittstellen zur Anbindung vorhandener externer Festplatten lässt sich das Angebot an Speicherplatz erweitern. Risiken hinsichtlich Datenverlusten wegen Plattencrash aufgrund von Erschütterungen sind nicht zu befürchten. Die Lebensdauer von Flash Speichern ist da eher die zu beachtende Grenze.

    Fazit: Pluspunkte für die oben erwähnten Eigenschaften, kleine Abstriche für die Größe des SSD im Vergleich zu aktuell verbauten HDDs in Notebooks.

    Bildschirm (HD+ SuperBright Plus LED Display), Spiegelung, Betrachtungswinkel & Grafik (Innen- & Außennutzung)

    Der Bildschirm bzw. dass was er leistet, hat mich wirklich beeindruckt. Null Spiegelung und die möglichen Betrachtungswinkel haben auch keine Schwächen aufgezeigt. Standardmäßig sind 1600 : 900 voreingestellt. Dies gepaart mit dem hohen Kontrast sorgen für ein wahnsinnig gutes Bild. Egal ob Foto oder Video (HD), es ist einfach ein Augenschmaus.

    Selbstverständlich gibt es unzählige Einstellungsmöglichkeiten für Qualität und Energie, auf die ich aber hier nicht umfassend eingehen kann. Neben der Tastatur für mich mit eines der Highlights des Gerätes. Beispielhaft ein von mir vom Gerät fotografiertes Hintergundbild, was aber die Möglichkeiten leider bei weitem nicht wiedergeben kann.



    Natürlich ist hier anzumerken, je mehr man dem Bildschirm abverlangt, je kürzer wird die Akkulaufzeit. Bei den von mir eingestellten Optionen hatte ich aber keine prägnante negative Auswirkung.

    Will man nicht das aktuellste Spiel in der optimalen Konfiguration mit den höchsten Auflösungen einsetzen, so geht auch das. Ich würde mir allerdings kein Utrabook kaufen, um damit die neuesten Spiele zu spielen.

    Bei der Außennutzung gibt es natürlich Lichtverhältnisse unter denen es auch mit dem 900X3C-A02DE schwierig wird, aber grundsätzlich kann man sehr gut arbeiten, muss eventuell ein paar Einstellungen anpassen, wenn zu viel Licht ins Spiel kommt.

    Anfänglich hatte ich die Befürchtung, dass ich bei der Nutzung des Gerätes auf meine Lesebrille zurückgreifen oder die Auflösung verändern muss. Keine Spur, es ist noch alles mit meiner normalen Weitsichtbrille lesbar.

    Fazit: Begeisterung für einen erstklassigen Bildschirm.

    Schnittstellen / Peripherie

    Auf der rechten Seite gibt es:

    • 4-in-1 Multi Cardreader Slot (SD/SDHC/SDXC/MMC)
    • Mikrofon
    • Mini Monitor Port
    • Anschluss für Headset / Kopfhörer
    • USB 2-Anschluss


    Auf der linken Seite gibt es:

    • Gleichstromeingang
    • USB 3-Anschluss mit Ladefunktion
    • Mini HDMI-Port
    • Mini Lan-Anschluss


    Integrierte Webcam (1.3 Megapixel oben über dem Bildschirm) ist auch an Bord ebenso wie ein Mikrofon, so dass skypen kein Problem ist. Die Anschlussmöglicheiten über USB 2 oder 3 überzeugen. Angeschlossene Maus sowie externe 2,5- oder 3,5 Zoll-Festplatten mit oder ohne Stromversorgung funktionieren reibungslos.

    Ich hatte auch keine Probleme mehrere Schnittstellen gleichzeitig zu verwenden, das ist allerdings abhängig von der Breite der verwendeten Zusatzgeräte. Insgesamt liegen die Schnittstellen schon sehr dicht beieinander, Preis für die Kleinheit.

    Nicht gelungen ist mir leider mit einem Mini-HDMI-Adabter das Notebook an meinen Fernseher anzuschließen. Nach Anschluss schaltet der Notebook-Bidschirm zwar automatisch um, aber am Fernseher habe ich kein Bild bekommen. Da sind wohl noch intensive Feldversuche meinerseits erforderlich. Externer Bildschirm war kein Problem.

    Die Ladefunktion für externe Geräte über den USB 3-Anschluss ist eine innovative Angelegenheit. Man kann mal eben sein Handy aufladen, wenn keine Steckdose in der Nähe ist und dringende Anrufe nötig sind aber der Handy-Akku leer ist. Funktioniert auch noch, wenn das Ultrabook nicht in Betrieb ist.

    Fazit: Alles da was nötig ist mit einer guten Idee als Ladestation. Leider muss man bei den Mini-Anschlüssen erst einmal wieder was kaufen (Adapter), um sie nutzen zu können. Das hätte Samsung für den Kunden ohne große Verteuerung für die Anschaffung lösen können. Schade. Abzüge sind hier angebracht. Wegen der Anschlußmöglichkeiten aber auf jeden Fall noch im grünen Bereich.

    Akkuleistung (8 Zellen Li-Polymer Akku 6200mAh)

    Habe die "Akku-Lebensverlängerung" aktiviert (dann lädt der Akku nur bis maximal 80%) und das Ultrabook über Nacht geladen. Maximale Laderelativität ist 79% (vollgetankt) und dies soll mir 6:14 Stunden stromnetzlose Verfügbarkeit bieten. Ohne weitere Nutzung das Gerät wieder ausgeschaltet und abends wieder eingeschaltet, da waren es nur noch 78% und 4:25 Stunden.

    Offensichtlich hat sich das Akku wieder etwas entladen. Allerdings erstaunt mich schon, dass dieses eine Prozent gleich rund 2 Stunden Differenz ausmacht?

    Nach 2 Stunden einfach nur im Betrieb gelassen und nichts gemacht gibt es noch 53% und 4:53 Stunden. Schon etwas irritierend? Mutet ein wenig an wie die Kopierzeiten, die Windows im Datei-Kopier-Dialog anzeigt, die auch keiner versteht. Spricht aber trotz der Irritation für lange Mobilität, verstehen muss man ja nicht immer, warum es so ist. Die optimistischste Anzeige prophezeite mir 91:16 Stunden, was ich aber natürlich nicht ganz ernst genommen habe.

    Um auch die akkufordernde Variante zu testen, habe ich die Lebensverlängerung abgeschaltet und wieder über Nacht geladen. Nun zeigen sich stolze 7:30 Stunden bei 98% Ladezustand. Eine halbe Stunde später hat ein interner Zauberer dafür gesorgt, dass es nun 7:49 Stunden bei 87% gibt. Scherz beiseite, ich denke, abhängig von den individuellen Einstellungen und der aktuellen aktivierten Energieoptionen (Bildschirmausleuchtung, Tastaturhintergrunbd usw.) variiert die Anzeige sehr stark.

    Ich nehme mal zur Kenntnis, dass zwischen 6-7 Stunden möglich sind und das ist für mobiles Arbeiten ohne Stromversorgung sehr gut. Da braucht man nicht immer hektisch nach einer Steckdose in der Nähe suchen. Das Akku braucht aber auch seine Zeit um wieder Strom aufzunehmen, es gibt keine Blitzladung.

    Nachteilig ist die Tatsache, dass das Akku fest verbaut ist, man kann also kein stärkeres Akku oder ein Wechselakku einsetzen. Man muss sich mit dem begnügen, was da ist. Das ist für mich ein Minuspunkt hinsichtlich der Flexibilität.

    Fazit: Akkuleistung bepunkte ich positiv. Flexibilität negativ.

    Wärmeentwicklung, Lüfter & Betriebsgeräusche

    Mir ist es nicht gelungen ein Betriebsgeräusch von dem Gerät wahrzunehmen außer den "Microsoft-Klängen" nach dem Systemstart. Weder vom Lüfter noch von irgendeiner anderen Komponente ist irgendetwas zu hören. Von der Tastatur ist nichts zu hören, von dem SSD sowieso nicht und ein Scheibenlaufwerk gibt es ja nicht. Den oder die (?) Lüfter habe ich nur über den leichten Plastikgeruch eines neuen Gerätes wahrgenommen, was sich aber kurzfristig gegeben hat.

    Das Gerät kann man getrost neben seinem Lebenspartner im Bett verwenden ohne ihn oder sie zu stören. Es wären dann eher die menschlichen Geräusche, die stören könnten. (Nicht)-Geräuschentwicklung kann nur als Pluspunkt bewertet werden, besser geht es meines Erachtens nicht mehr.

    Der Ladevorgang über Nacht hat nicht dazu geführt, dass der Trafo an dem Netzkabel Wärme entwickelt hat. Zumindest nicht in einer Form, die ich als Temperaturerhöhung bezeichnen würde. Klarer Pluspunkt zu verbuchen.

    Nach einigen Stunden Betrieb ist eine Temperaturveränderung feststellbar, die ich so beschreiben würde, dass an der Unterseite die Plastikabdeckung etwas mehr als meine Körpertemperatur angenommen hat. Man kann das Ultrabook getrost auf dem Schoß benutzen ohne Angst vor Brandbläschen zu haben.

    Fazit: Betriebsgeräusche keine, also Pluspunkt, Wärmeentwicklung mit menschlicher Empfindung auch nicht überdimensioniert, ebenfalls Pluspunkt

    Man könnte das Gerät auch als digitalen Bilderrahmen für Stillleben verwenden.

    Performance

    Die Geschwindigkeit bei Programmnutzungen oder Datenkopieraktionen ist für den Normalsterblichen mehr als ausreichend. Da kann das SSD sein Stärken voll ausspielen, selbst Kopieren vom USB-Stick auf das Notebook mit dem USB 2-Anschluss wird auf einmal schnell.

    Der Prozessor, der hier in der Quad Core i5er Variante werkelt, reicht für das Gerät meines Erachtens vollkommen aus. Wahrscheinlich auch der Grund warum die Wärmeentwicklung und die Lüfteraktivitäten sich so gut präsentieren.

    Der Bootvorgang bleibt anfänglich bei rund 25 Sekunden. Die Erstkonfiguration und die bisher installierten Programme haben die Dauer bisher noch nicht beeinflußt.

    Nach 2 Tagen und der einen oder anderen zusätzlichen Software-Installation ist der Bootvorgang auf 39 Sekunden angewachsen, für mich immer noch ein sehr guter Wert. Chapeaux.

    Das Gerät aus dem Sleep-Modus zu wecken (mit aktivierter FastStart-Funktion) ist nur ein Wimpernschlag. Im Prinzip wird man verführt, das Gerät nur noch auf- und zu- zu klappen.

    Fazit: Sehr gut. Pluspunkt. Ich brauche keinen stärkeren Prozessor.

    Mobilität

    Das geringe Gewicht, die Abmessungen des Samsung Serie 9, eine Akkulaufzeit mit der ich im Schnitt relativ sicher zwischen 5-7 Stunden ohne Stromanschluss arbeiten kann, Wireless-Lan-Schnittstelle sorgen dafür, dass dem Ultrabook hohe Mobilität zugesprochen werden muss. Die wesentlichen Punkte sind hierfür sehr gut gelöst.

    Das Gerät kann Innen wie Außen verwendet werden. Durch die gute Verarbeitung ist es sicherlich auch gegen geringe Umwelteinflüsse gerüstet.

    Es ist konkurrenzfähig, wenn nicht gar leicht im Vorteil zu dem einen oder anderen Konkurrenten oder gar Tablet. Schließlich hat man ja auch ein voll funktionsfähiges Windows 7 Professionel 64 Bit und mehr als 64 GB Platz auf der Solid State Drive dabei.

    Im Flieger oder im Zug sollte es problemlos gelingen damit zu arbeiten, ohne Mitreisende nebenan zu stören. Wegen des guten Bildschirms muss man sich lediglich Gedanken über den Datenschutz machen, je nachdem woran man den gerade wirkt.

    Warum Samsung keine UMTS-Möglichkeiten verbaut hat, ist mir ein Rätsel, da hier sonst an alles für die Nutzung im Freien gedacht ist. Einen Acces Point finde ich aber leider nicht überall in der Natur, da braucht man schon ein erreichbares Mobilfunknetz.

    Fazit: Pluspunkt, mit der Einschränkung des fehlenden UMTS.

    Audio (SRS 3D Sound Effect & High Definition Audio) & Video

    Videos kommen in super Qualität über den Bildschirm. Sie laufen flüssig ab und auch die Klänge lassen nichts zu wünschen übrig. Man kann je nachdem welche Audiodateien man gerade nutzt (Musik, Filme, Spiele) entsprechende Einstellungen vornehmen und den Genuss erhöhen. Für beide Bereiche ist mit umfänglicher Unterstützung durch Software gesorgt. Der 3D Tiefensound ist der Hit für ein Notebook.

    Die Lautsprecher sind vorne auf der Unterseite direkt neben den Standnoppen angebracht und klingen nach unten ab. Für ein Mobilgerät ist die Klangqualität mehr als beachtlich. Ein kleines Mikrofon und die über dem Bildschirm eingebaute Webcam (Skype ist vorinstalliert) runden das positive Gesamtbild in diesem Themenfeld ab.

    Fazit: Für Audio und Video jeweils Pluspunkte. Mir fehlt hier nichts. Man hat multimedial mobil alles was man braucht dabei. Bei den Highlights des Gerätes einzusortieren.

    Preis / Leistung

    Laut Internet bekommt man dieses kleine Wunderwerk der Technik in der Grundausstattung für rund 1.400,- €. Wenn ich mir vor Augen führe, dass ich dafür mehrere Tablets bekomme, finde ich das relativ teuer, auch wenn die Leistung des Gerätes und die Aktualität der verbauten Komponenten überzeugt.

    Hier schlagen sich natürlich auch die positiv bemerkten Aspekte finanziell negativ wieder, normalerweise wird beim Standard-Notebook auch nur die Windows 7 Home Premium-Variante vorinstalliert. Hier ist es ja schon ein Win 7 Professional.

    Aber ähnlich wie bei den Tablets, wird sich der Preis wahrscheinlich noch reduzieren, wenn man geduldig genug ist. Auf jeden Fall bekommt man für sein Geld einen leistungsfähigen und voll funktionsfähigen schnellen PC für unterwegs.

    Fazit: Es wird viel fürs Geld geboten, aber es hat auch seinen Preis, der hinsichtlich der Alternativen auf dem Markt meiner Meinung nach etwas zu hoch ist.

    Energie & Umwelt

    Die Themen sind mir eine eigene Rubrik wert, vor allem, weil Samsung hier wirklich was zu bieten hat. Alle Komponenten bei denen Energie(sparen) eine Rolle spielt, sind gut mit Softwareunterstützung für Einsparungen unterlegt; auch für den technisch nicht so versierten Besitzer bedienbar. Nach Konfiguration der individuellen Bedürfnisse kann man zudem in der vorinstallierten Software den aktuellen Stromverbrauch beobachten. Da haben die Ingenieure wirklich gute Arbeit geleistet.

    Fazit: Hier ist der Begriff "Green Energy" ernst genommen worden. Gemeinsam mit dem geringen Papiergebrauch mit zusätzlichem Pluspunkt zu vermerken.

    Was hat mir gefehlt?

    Einen eingebauten Docking-Station-Anschluß gibt es so nicht, aber man kann optional eine Docking-Station mit USB-Anschluß erwerben. Für mich verschmerzbar.

    Ein optisches Laufwerk ist leider auch nicht an Bord, bei der Bauhöhe habe ich das allerdings auch nicht erwartet. Auch hier kann man per USB und ein paar Euro Abhilfe (DVD für 60 - 100 € oder BluRay für 100 - 250 €) schaffen. Wenn das Gerät nicht solo im Haushalt ist, ist auch das verzichtbar.

    Was wirklich fehlt ist UMTS, das geht nur über einen Stick, der bei so einem kleinen Gerät schon wie ein anhängendes U-Boot aussieht. Für ein Ultrabook dieser Klasse und auch Preisklasse für mich ein dickes Manko. Da sollte Samsung unbedingt nachbessern. Ich kann allerdings nicht beurteilen, wie sich das platztechnisch auswirken würde bzw. was die Gründe für Samsung waren, es nicht einzubauen.

    Gesamtfazit

    Ich habe das Ultrabook von Samsung nun rund 2 Wochen und ich muss sagen, es gibt immer noch etwas zu entdecken. In den jeweiligen Einzelfazits habe ich viele Pluspunkte vergeben, es sind einige deutliche Highlights zu finden.

    Negativpunkte habe ich auch angesprochen, aber jeder muss für sich entscheiden, was für ihn wichtig ist bzw. was er braucht.

    Ärgerlich finde ich, dass Samsung die Mini-Adapter für die kleinen Schnittstellen nicht beilegt, weil die im Verhältnis zum Gesamtpreis nun wirklich nichts kosten. Da der Kunde im Normalfall aber alte Anschlußgeräte hat, könnte Samsung Pluspunkte für kleines Geld sammeln, wie sie es mit dem LAN-Adapter getan haben.

    Mich hat das Gerät überzeugt. Mit UMTS und etwas geringerem Preis, würde ich zugreifen.
    Kommentare 1 Kommentar
    1. Avatar von tsiwo
      tsiwo -
      Ausführlicher Test, aber entschuldigt mal.... liest denn niemand so etwas Korrektur ?
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