Zentrale fürs PC-Management

Mit der Größe einer Firma steigen die Anforderungen an die Verwaltung der Arbeitsplatzrechner. Tools für die Netzinstallation von PCs können die Arbeit der Desktop-Administratoren stark vereinfachen.

Von: Dr. Klaus Plessner

Kein Gerät auf dem Schreibtisch dient so vielen Zwecken wie der PC. Je nachdem, welche Software da-rauf läuft, assistiert der Rechner seinem Benutzer bei allen Aufgaben, die im Unternehmen anfallen. Bevor er seine Arbeit aufnimmt, muss er jedoch auf seine Jobs vorbereitet werden. Das leistet die Erstinstallation, die ihm das Betriebssystem und alle für den späteren Einsatz nötigen Programme aufspielt. Firmen mit mehreren 100 Arbeitsplatzrechnern sparen Kos-ten, wenn sie dieses Setup von einer Software durchführen lassen.

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ren eine Software, indem sie das Dateisystem und die Registry ergänzen.

Nach einer Studie der Fraunhofer Technologie-Entwicklungsgruppe (Fraunhofer TEG) aus dem Jahr 2000 setzen Firmen dabei zu 50 Prozent auf Cloning-Techniken, bei denen die Software und das Betriebssystem eines Muster-PCs Bit für Bit auf eine Serie von Rechnern übertragen wird. Cloning setzt vo-raus, dass die Kopien und das Muster mit derselben Hardware ausgestattet sind. Das Verfahren eignet sich vor allem dann, wenn im Unternehmen oder in einer Abteilung sehr viele identische Systeme zum Einsatz kommen - zum Beispiel in einem Callcenter. Benötigt eine Firma zahlreiche unterschiedliche PC-Konfigurationen, verwendet sie besser ein Tool für die automatische Verteilung von Betriebssystemen und einzelnen Programmpaketen. Gemäß der Fraunhofer-Umfrage arbeiten fast zwei Drittel der Unternehmen, die eine Desktopmanagementlösung benutzen, mit Werkzeugen für die Softwareverteilung.

Programme für das Softwaremanagement gibt es von zig Herstellern. Nach der Untersuchung des Fraunhofer-Instituts wird der Markt von den Firmen Microsoft, Novell, Netsupport und On Technology angeführt. Ihnen folgen in der Rangliste IBM Tivoli, Veritas, Intel, Völcker Informatik, Novadigm, Asdis und Matrix42. Obwohl deren Produkte nach unterschiedlichen Konzepten entwickelt wurden, erfüllt jedes von ihnen eine Reihe von Kernaufgaben:

- Booten von PCs übers Netz und Setup von Windows-Betriebssys-temen,

- Einspielen von Standardsoftware und Firmenanwendungen übers LAN,

- Installation aus einem zentral vorgehaltenen Depot von Programmpaketen,

- automatische Installation nach einem Terminplan und

- Benachrichtigung des Adminis-trators bei erfolgter beziehungsweise missglückter Installation.

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In der Technik des Setups unterscheiden sich die Werkzeuge sehr wohl. Alle beruhen aber auf einem oder mehreren von drei Basisverfahren.