Wristomo: Armbanduhr-Handy von NTT DoCoMo

Der japanische Telekomkonzern NTT DoCoMo hat in Japan ein Handy in der Armbanduhr auf den Markt gebracht. Das von Seiko mitentwickelte Gerät namens "Wristomo" funkt in das in Japan vertretene PHS (Personal Handyphone System).

Besitzer des in Japan bereits am ersten Tag begehrten Handys tragen 113 Gramm am Handgelenk. NTT DoCoMo hat die Auflage im ersten Schub auf 1000 Stück limitiert. Schon am 15. Mai soll eine zweite Marge von 1000 Stück folgen. Die Handy-Uhr misst (mit festem Klick-Armband) 171,5 x 40 x 18 mm und trägt damit kaum mehr auf, als manche der derzeit verbreiteten Multifunktionsuhren. Die Sprechzeit gibt NTT DoCoMo mit 120 Minuten an. Im Standby-Betrieb läuft die Uhr 200 Stunden.

Wristomo: Das Handy fürs Handgelenk funkt im japanischen Personal Handyphone System.

Anders als die Uhren-Handy-Ansätze von Samsung und Motorola wird das Wristomo zum Telefonieren abgenommen und verzichtet so auf Headsets zum Anstöpseln. Am einen Ende des Armbands, das sich im Gebrauch nahezu gerade entfaltet, sitzt das Mikrofon, am anderen Ende der Lautsprecher. Der Benutzer kann so die gewohnte Telefonhaltung einnehmen und muss nicht in ein Mikrofon am Handgelenk sprechen.

Verwandlung: Im Handy-Betrieb wird die "Uhr" dank massivem Armband aufgeklappt.

Das Wristomo hat ein monochromes LCD, das im Normalmodus die Zeit anzeigt und ansonsten über das PHS auch Mail und Webseiten anzeigen kann. Neun Bedienknöpfe dienen der Navigation im Handy-Menü. Mit PHS sind Übertragungsraten von 64 KBit/s möglich und Zugang zum i-Mode-Service. Wristomo kostet 318 US-Dollar. (uba)