WinHEC: Gates nennt Hersteller für Tablet PC

Microsofts Chef-Softwarearchitekt Bill Gates verkündete bei der WinHEC diverse Partnerschaften für den Tablet PC. Unter den Herstellern, die den Tablet PC produzieren wollen, befinden sich Compaq, Acer, Fujitsu, Toshiba und Sony.

In seiner Keynote zur Windows Hardware Engineering Conference (WinHEC) in Anaheim, Kalifornien, relativierte Gates die gestern bekannt gegebene Kooperation mit Transmeta als CPU-Lieferant: Man arbeite sowohl mit Intel als auch mit Transmeta an der Entwicklung von stromsparenden Prozessoren für den Tablet PC, sagte Gates. Erste Ankündigungen zum Tablet PC gab es bereits in der Keynotezur Herbst-Comdex.

Wie auch beim Pocket PC gibt Microsoft den Herstellern für den Tablet PC nur einige Vorgaben mit auf den Weg. Es werde verschiedene Ausführungen des Tablet PCs geben, sagte Gates. Um von Microsoft das Plazet oder gegebenenfalls ein Logo zu bekommen, sollte der Tablet PC maximal 1,5 Zoll stark sein, zwischen 900 und 1300 Gramm wiegen und ein 10-Zoll-Diplay haben. Das Display wiederum muss in den Formfaktor des gesamten Tablets passen. 11,5x8,5 Zoll schweben Bill Gates für den Tablet PC vor. Als Betriebssystem des Tablet PCs kommt nur Windows XP in Frage, um die Kompatibilität mit Microsoft Anwendungen zu garantieren. Die Fähigkeit zur drahtlosen Übertragung wird ebenfalls erwartet. Zur Übertagungstechnologie machte Gates keine Angaben. "Sometimes in 2002" sollten nach Meinung von Bill Gates die Tablet-Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht haben und erste Produkte präsentieren.

Tablet PC: Microsoft gibt keine genaue Spezifikation vor, sondern gibt Empfehlungen. So kann in dem Tablet PC eine Intel- wie auch eine Crusoe-CPU ihren Dienst versehen.

Microsoft will mit dem Tablet PC keine Internet Appliance auf den Markt bringen, sondern einen vollwertigen PC, hieß es bei der WinHEC. Das Tablet soll die einfache Handhabung von Papier und die Power eines Notebooks verbinden. Microsoft will dafür eine neue Handschriftenerkennung beisteuern. Die handschriftliche Eingabe, so Microsoft, erfolge über einen speziellen Stift auf einem hochauflösenden Touchscreen und werde mehr oder minder in Echtzeit erkannt und umgesetzt. Der Benutzer könne außerdem wählen, ob er seine Eingabe als Scribble speichern oder in Text umwandeln will. Selbst das Editieren der Scribbles sei möglich. Das größte Plus soll die einfache Handhabung sein, hofft Microsoft.

Über die Preiskalkulation ließ Microsoft nichts verlauten. Analysten glauben, dass sich das Produkt im Konsumer-Markt grundsätzlich nur etablieren kann, wenn es zwischen 1000 und 1500 US-Dollar kostet. Bei einem Preis über 3000 Dollar bleibe der Tablet PC Spielzeug für Firmen. Für unter 1000 Dollar sei das Produkt heiß. (uba)