Verantwortung übernehmen

Wie Mitarbeiter Probleme selbst lösen

Sinnlose Meetings und unnötige Prozesse müssen nicht sein. Mitarbeiter sollten sich nur mehr zutrauen und selbst aktiv werden. Unternehmensberater Russell Bishop zeigt, wie das geht und was man davon hat.

Managementtheorien kann Russell Bishop eigentlich nichts abgewinnen. Was den 63-jährigen Geschäftsführer einer Beratungsfirma interessiert, sind Anwendungsbeispiele und die Wege zu den Ergebnissen. Das beschreibt Bishop auch ausführlich in seinem Managementbuch Workarounds that Work. Bishop ist davon überzeugt, dass es in jedem Unternehmen Hindernisse gibt, im einen mehr, im anderen weniger. Das können zum Beispiel unnötige Prozesse, Widerstände oder sinnlose Meetings sein, die die Angestellten frustrieren und Trägheit verursachen.

Immer wieder erlebt Bishop Mitarbeiter, die mit dem Finger auf andere zeigen anstatt selbst Verantwortung für Hindernisse im Unternehmen zu übernehmen und Abhilfe zu schaffen. Wer das einmal ausprobieren möchte, sollte sich in einem ersten Schritt fragen, mit welchen Maßnahmen man Hindernisse im Job abbauen könnte, die niemand genehmigen oder unterstützen muss.

In einem zweiten Schritt kann man dann darüber nachdenken, was alles möglich wäre, wenn man dazu die Unterstützung anderer bekommt und wie man andere beeinflussen kann, damit sie einem ihre Unterstützung zusichern. Im dritten Schritt sollte man sich dann überlegen, wie dieser Einfluss einen selbst und das Unternehmen so weit bringt, dass effektiver auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen eingegangen werden kann.

Bishop bringt ein persönliches Beispiel, bei dem einer seiner Mitarbeiter durch persönlichen Einsatz ein Hindernis aus dem Weg räumen konnte: Der Kollege drohte wegen Unwetters eine Maschine zu einem Kundentermin zu verpassen. Anstatt den Termin abzusagen, buchte er mit Eigeninitiative eine neue Maschine und einen Mietwagen und erschien pünktlich zum Meeting.

Quelle Teaserbild: Bernd Leitner/Fotolia.de