Websites kooperieren wegen Terroranschlägen

Die Webangebote zahlreicher Nachrichtenorganisationen brachen am gestrigen Dienstag unter dem hohen Informationsbedarf beinahe zusammen. Die Anbieter reagierten mit Mirrorsites und vereinfachten Angeboten.

Gegen 16:00 Uhr deutscher Zeit sah sich das Internet so vielen Zugriffen ausgesetzt wie vermutlich nie zuvor. Auch über schnelle Standleitungen ließen sich bis etwa 18:00 Uhr die großen Nachrichtenseiten - wenn überhaupt - nur sehr langsam abrufen.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten einige Anbieter jedoch bereits reagiert, und stellten entweder weniger bandbreitenintensive Ausgaben Ihrer Sites ins Netz, oder boten ihre Nachrichten über Mirrorsites an. CNN ging hier voran und veröffentlichte bis gegen 23:00 Uhr deutscher Zeit nur einfach formatierte Nachrichten und kleine Bilder der Katastrophe.

21 Uhr deutscher Zeit: CNN bietet einfach gestaltete Seiten an.

Ebenfalls vereinfachte Ausgaben gab es bei deutschen Sites, Spiegel-Online hatte zusätzlich Mirrors bei großen Providern eingerichtet, um die Zugriffe zu verteilen.

Andere Methode: Der Spiegel hatte zur selben Zeit bereits Mirrors eingerichtet.

Zahlreiche IT-Sites in den USA hatten am Dienstag zudem ihr Programm umgestellt. HardOCP bot Augenzeugenberichte und Fotos aus New York, nahm jedoch am heutigen Tag den normalen Betrieb wieder auf. So sich die Betreiber dieser Sites nicht noch immer geschockt äußern, ist der Tenor einheitlich: Jetzt eine längere Pause einzulegen, würde nur zeigen, dass die Terroristen mit ihren Attacken etwas erreicht hätten.

Manche Webmaster nutzen ihr Medium auch für Suchaktionen. So forscht der Betreiber von JC-News auf seiner Homepage nach einem Freund, der sich zum Zeitpunkt der Anschläge in der Nähe des World Trade Centers aufhielt. (nie)