Vista: Task Scheduler

Oft sind es ja die kleinen Details, die viel bringen. Dazu zählen auch die Änderungen beim Task Scheduler, bei Windows Vista nun als Aufgabenplanung bezeichnet. Was es hier Neues gibt, lesen Sie im Folgenden.

Schon beim Start der Aufgabenplanung in Windows Vista wird deutlich, dass es sich um ein völlig anderes Programm als bisher handelt. Die Anwendung ist in Alle Programme/Zubehör/Systemprogramme untergebracht. Nach dem Start wird links eine Aufgabenplanungsbibliothek angezeigt, in der alle bisher definierten Aufgaben zu finden sind. Auf die drei Bereiche in der Mitte gehen wir nachfolgend ein. Rechts werden die typischen Aktionen angezeigt, die die MMC 3.0 anbietet.

Im mittleren Bereich wird oben in der Übersicht über Aufgabenplaner erläutert, was es mit dieser Anwendung eigentlich auf sich hat. Darunter findet sich der Aufgabenstatus. Bei diesem wird angezeigt, welche Aufgabe in welcher Form durchgeführt wurde. Standardmäßig werden die Aufgaben aus den vergangenen 24 Stunden angezeigt. Im Abschnitt Aktive Aufgaben schließlich sind die noch anstehenden oder laufenden Aufgaben untergebracht (Bild 1).

Bild 1: Der neue Aufgabenplaner von Windows Vista unterscheidet sich grundlegend von seinem Vorläufer bei Windows XP.
Bild 1: Der neue Aufgabenplaner von Windows Vista unterscheidet sich grundlegend von seinem Vorläufer bei Windows XP.

Man wundert sich im ersten Moment, warum es so viele Aufgaben gibt – immerhin war der Task- Manager von Windows XP ja meist leer. Die Erklärung erhält man sowohl beim Blick auf die Listen der ausgeführten und noch anstehenden Aufgaben als auch auf die Aufgabenbibliothek. Standardmäßig sind dort Aufgaben für sehr viele Komponenten von Windows Vista unterhalb des Eintrags Microsoft enthalten. Manches davon wurde auch schon bei Windows XP ausgeführt, nur sieht man es dort nicht. Nun sind diese gesamten Systemaufgaben gut sichtbar und lassen sich gegebenenfalls auch konfigurieren. Viele der vordefinierten Systemtasks sind aber auch im Status Deaktiviert und können bei Bedarf aktiviert werden.

Aufgaben lassen sich über die Aktionen in Ordnern,strukturieren. Das bringt mehr Übersicht, wie am Beispiel der vordefinierten Microsoft-Aufgaben gut sichtbar wird.

Mit Einfache Aufgabe erstellen können dann Aufgaben erzeugt werden. Dabei wird ein Assistent gestartet, mit dem man die Aufgabe konfigurieren kann. Nach der Festlegung des Namens muss ein Trigger konfiguriert werden (Bild 2). Ein solcher Trigger kann im Zusammenhang mit der zeitlichen Steuerung stehen. Daneben gibt es aber auch drei wichtige weitere Trigger:

Bild 2: Die Festlegung der Trigger bei der Erstellung einer einfachen Aufgabe.
Bild 2: Die Festlegung der Trigger bei der Erstellung einer einfachen Aufgabe.

  • Beim Start des Computers führt eine Aufgabe beim Systemstart aus. Die bisher getrennte Verwaltung von Skripts für diese Situation lässt sich hier also integrieren.

  • Bei der Anmeldung führt eine Aufgabe bei der Authentifizierung aus. Auch hier kann man also die bisher gelegentlich verwendeten Anmeldeprogramme abbilden.

  • Bei Protokollierung eines bestimmten Ereignisses bedeutet schließlich, dass man die Ausführung vom Ereignisprotokoll abhängig machen kann.