VIA vs. Intel: Freispruch in der Ballonaffäre

Im taiwanischen Taipei hat ein Bezirksgericht mit einem Freispruch den Streit zwischen Intel und VIA entschieden. Konkret hatte Via die Intel-Manager Stanley Huang und Kelly Wu bezichtigt, sich auf der Fachmesse "Computex" in Taipei im Jahre 2001 am Eigentum von Via vergriffen zu haben.

Bei dem Eigentum von VIA handelte es sich um einige Werbeluftballons, die an Partnerständen angebracht waren, wir berichteten ausführlich. Ebenfalls auf der Anklagebank saßen zwei Mitarbeiter der Firmen MagicMedia und Acer Sertek.

Die Richter sprachen die Beschuldigten nun frei, berichtet die PC Welt unter Berufung auf den Branchendienst Digitimes.

Stein des Anstoßes: VIA-Ballons auf der Computex störten die Intel-Manager.

Intel konnte demnach dem Gericht eine Vereinbarung mit den Firmen Fastfame Technologie und Jetway Information vorweisen, die es dem Prozessor-Hersteller gestatteten, Werbemittel von Via von den betreffenden Ständen zu entfernen.

Via will die Niederlage vor Gericht nicht auf sich sitzen lassen und kündigte bereits Berufung an. Die von Intel dem Gericht vorgelegte Vereinbarung sei ein Beweis dafür, mit welchen Mitteln Intel gegen Konkurrenten vorginge, ließ Via verlauten.

Wie damals berichtet hat Intel - nach allerdings unbestätigten Angaben - den Mainbordherstellern das Abhängen der VIA-Ballons mit US-Dollars gelohnt. (PC Welt/uba)