VIA C3: Jetzt mit 933 MHz und 0,13 Micron

VIA fertigt das neueste Mitglied der C3-Familie jetzt in Serie. Der "VIA C3 - 933A MHz" getaufte Prozessor kommt mit 933 MHz auf den Markt und soll weiterhin durch besonders geringen Stromverbrauch auffallen.

Die 933-MHz-Version des C3 basiert auf dem neuen Ezra-Core, der bei der VIA-Tochter Centaur auch unter dem Codenamen C5X bekannt ist. Auf dem Microprocessor Forum 2000 versprach sich VIA von diesem CPU-Kern noch 1,2 GHz für das Jahr 2001 - nun sind es nur 933 MHz geworden. VIA-Chef Wenchi Chen meinte jedoch schon im Juni in einem Interview: "Wir beteiligen uns nicht am Megahertz-Rennen".

Auch technisch ist Ezra nicht mehr das, was er einmal werden soll. Zwar hat die CPU mit 128 KByte doppelt soviel L1-Cache wie früher geplant, die 64 KByte L2-Cache der C3-CPUs bleiben jedoch auch hier erhalten. Auch eine SSE-Einheit war vorgesehen, Ezra kann jedoch weiterhin nur MMX und3DNow!.

Dafür ist der Prozessor aber winzig klein geblieben: Acht Metall-Lagen vereinen auf nur 52 mm² über 15 Millionen Transistoren. Durch das kleine Die ist der C3 in 0,13 Mikron Strukturbreite nicht nur günstig zu fertigen, sondern auch anspruchslos, was die Kühlung betrifft. Die genauen Daten zur Leistungsaufnahme hat VIA für das 933-MHz-Modell aber noch nicht vorgelegt. Auf der letzten Computex gab VIA jedoch an, dass der Ezra-Core auch bei 1 GHz unter 10 Watt Leistung aufnehmen soll.

C3 mit 933 MHz: Der Namenszusatz "A" bezeichnet den Ezra-Core. Auf der Rückseite sind für dieses Foto Die und Bond-Drähte freigelegt.

Auch beim 1000er-Preis hält sich VIA noch zurück: Wie es hieß, soll der neue Prozessor für den Socket 370 ca. 60 Dollar für den Endkunden kosten. (nie)