Toshibas erster PDA: Pocket-PC Genio e550

Toshiba stellt am morgigen Dienstag (Ortszeit) auf der "Wireless Japan 2001 Expo" in Tokyo seinen ersten PDA vor. Der Genio e550 läuft mit Windows CE 3.0 und verfügt über je einen Erweiterungsslot für CompactFlash- und SD-Karten.

Wie berichtet hatte Toshiba bereits im Januar angekündigt, in den PDA-Markt einsteigen zu wollen. Morgen nun wird der Pocket PC das Licht der Öffentlichkeit erblicken. Das Gerät sei ab dem 20. August zunächst nur in Japan erhältlich, sagte Ed Suwanjundar, Produktmanager in der Mobility Group von Microsoft. Ende des Jahres soll der PDA in den USA in den Regalen stehen. Die Preise sind noch nicht bekannt.

Die Ausstattung des Genio e550 kann sich sehen lassen. Wie der Compaq iPaq kommt er mit einem StrongArm-Prozessor mit 206 MHz von Intel und einem selbstreflektierenden TFT-Display, das sich auch beleuchten lässt. Bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixel bietet es 16 Bit Farbtiefe.

Als Speicher bringt der PDA je 32 MByte ROM und RAM mit. Zum Vergleich: Der neue Compaq iPaq H3660 kommt mit 64 MByte RAM. Toshibas Genio e550 wiegt 180 Gramm und unterstützt sowohl MP3 als auch MPEG4 für Videos. Laut Microsoft hält der Akku des PDAs acht Stunden durch.

iPaq-Konkurrenz: Toshibas erster PDA bietet CF- und SD-Slots ab Werk.

Toshibas Einstieg verschärft den Konkurrenzkampf auf dem derzeit schwächelnden PDA-Markt. Wie berichtet, ging der Umsatz mit Palm-OS-Geräten in den USA zwischen Januar und April 2001 um rund 20 Prozent zurück. Die Marktführer Palm und Handspring haben auf die nachlassende Nachfrage reagiert und ihre Preise gesenkt.

Spektakuläre Wachstumsraten scheinen im PDA-Markt ohnehin vorbei zu sein. Während das Marktsegment letztes Jahr um satte 88 Prozent zulegte, rechnet das Marktforschungsunternehmen IDC für 2001 mit einem halbierten Wachstum von nur noch 43 Prozent (wir berichteten). Zudem beginnt die Position von Palm als PDA-Marktführer zu bröckeln. Einer Studie der Gartner Group zufolge wird Compaq im zweiten Quartal mit dem Pocket-PC iPaq einen höheren Umsatz erzielen als Palm mit seinen mobilen Minirechnern. (jma)