Toshiba zeigt PDA mit Brennstoffzelle

Toshiba hat japanischen Presseberichten zufolge eine Brennstoffzelle für mobile Geräte entwickelt. Das Unternehmen zeigte demnach eine spezielle Version seines neuen PDAs Pocket PC e570, der seine Energie aus einem Prototypen der Stromquelle bezog.

Brennstoffzellen wandeln chemische Energie direkt in elektrische Energie um, ohne über den Umweg Wärme auszuweichen. Als Brennstoff dienen unter anderem Wasserstoff oder Methanol. Toshiba verwendet Letzteres. Den Angaben zufolge liefert die 127 x 105 x 25 Millimeter messende Zelle eine durchschnittliche Leistung von 5 Watt und maximal 8 Watt.

Pocket PC e570: Toshiba zeigte in Japan ein Exemplar seines PDAs mit dem lauffähigen Prototypen seiner Brennstoffzelle.

Toshiba geht davon aus, dass PDAs mit der neuen Stromquelle fünf Mal länger durchhalten als Geräte mit einem Lithium-Ionen-Akku. PDAs mit ausgeschalteter Display-Beleuchtung sollen daher etwa 40 Stunden durchhalten. Was den eigenen Pocket PC e570 angeht, würde Toshibas Rechnung aufgehen. In unserem Test, den Sie kommende Woche online lesen können, erreichte der PDA ohne Beleuchtung eine Laufzeit von sieben Stunden. Mit Licht (maximale Helligkeit) gab der Lithium-Ionen-Akku des Pocket PC e570 allerdings bereits nach etwa 2,5 Stunden den Geist auf - ein inakzeptabler Wert.

Die Brennstoffzellen würden daher einen Durchbruch bei der Laufzeit von mobilen Geräten bringen. Toshiba will seine neuen Stromquellen 2005 auf den Markt bringen. Wie berichtet, will auch NEC bis dahin seine Brennstoffzelle, die mit Kohlenstoffröhrchen arbeitet, fertig haben. (jma)