Test: Pentium M im Desktop-PC

Intels Centrino beherrscht die Notebook-Szene. Jetzt gibt es erste Desktop-Mainboards für die Mobile-CPU. Unser Test zeigt, ob der Pentium M eine ernsthafte Alternative zum Athlon 64 und Pentium 4 im Desktop-PC darstellt.

Die Pentium-M-Prozessoren, basierend auf Intels Centrino-Technologie, sind seit ihrem Debüt im März 2003 im Notebook-Sektor auf dem Siegeszug. Die CPUs bieten Performance auf dem Niveau hoch getakteter Pentium-4-Prozessoren bei einem Bruchteil von deren Energiebedarf. Intel ist mit dem Pentium M schlicht und einfach ein "rundum guter Prozessor" gelungen.

Pentium M 755: Die Mobile-CPU aus Intels Centrino-Technologie verwendet den Socket 479M und arbeitet mit einem FSB400. Der 2,0-GHz-Prozessor kann auf 2 MByte L2-Cache zurückgreifen.
Pentium M 755: Die Mobile-CPU aus Intels Centrino-Technologie verwendet den Socket 479M und arbeitet mit einem FSB400. Der 2,0-GHz-Prozessor kann auf 2 MByte L2-Cache zurückgreifen.

Viele wünschen sich den Pentium M deshalb im Desktop-PC: hohe Performance in einem leisen und kompakten System. Dem Wunsch und Trend in diese Richtung gehen jetzt die Mainboard-Hersteller nach. AOpen und DFI bieten erste Micro-ATX-Mainboards für den Pentium M an. Die CPUs sind ebenfalls im Handel erhältlich.

Pentium 4 570J: Der LGA775-Prozessor arbeitet mit 3,80 GHz Taktfrequenz und schützt mit der XD-Technologie vor Buffer Overflows.
Pentium 4 570J: Der LGA775-Prozessor arbeitet mit 3,80 GHz Taktfrequenz und schützt mit der XD-Technologie vor Buffer Overflows.

Die aktuellen Pentium-M-Prozessoren mit "Dothan-Core" gibt es mit Taktfrequenzen von 1,5 bis 2,1 GHz. Die CPUs für den Socket 479M arbeiten mit einem FSB400 und besitzen einen L2-Cache mit großzügigen 2 MByte. Den großen Puffer haben die Prozessoren auch nötig, denn der Centrino-Chipsatz Intel 855 unterstützt nur Single-Channel-DDR333-SDRAM. Den Desktop-Prozessoren stehen schnelle Dual-Channel-Konfigurationen mit DDR400- und DDR2-533-Speicher zur Verfügung. Wird dem Pentium M die langsame Speicheranbindung im Desktop-Einsatz zum Verhängnis?

Athlon 64 4000+: Die AMD64-CPU entspricht dem bisherigen Athlon 64 FX-53 für den Socket 939. Entsprechend arbeitet der 4000er mit 2,4 GHz Taktfrequenz und verfügt über einen 1 MByte großen L2-Cache.
Athlon 64 4000+: Die AMD64-CPU entspricht dem bisherigen Athlon 64 FX-53 für den Socket 939. Entsprechend arbeitet der 4000er mit 2,4 GHz Taktfrequenz und verfügt über einen 1 MByte großen L2-Cache.

Beim Energiebedarf liegt der Pentium M schon in der Theorie klar im Vorteil. Intel gibt für das Topmodell mit 2,1 GHz Taktfrequenz eine TDP von nur 21 Watt an. Ein Pentium 4 540 mit 3,20 GHz genehmigt sich mit 84 Watt bereits das Vierfache. Die Topmodelle mit 3,60 und 3,80 GHz spezifiziert Intel mit 115 Watt TDP. Auch ein Athlon 64 3800+ ist mit 89 Watt TDP nicht gerade sparsam.

Im tecCHANNEL-Labor durchlaufen ein Pentium M 735 und 755 mit 1,7 und 2,0 GHz Taktfrequenz in einem AOpen i855GMEm-Mainboard den Testparcours. Die Centrino-CPUs stellen sich den aktuellen Athlon-64- und Pentium-4-Prozessoren zum Vergleich.

Ausführliche Details zum Pentium M "Dothan" sowie zu Intels Centrino-Technologie finden Sie in unserem Artikel Intel Centrino im Detail.