Test: Pentium 4 570J mit 3,80 GHz und XD-Technologie

Mit 3,80 GHz erreicht der Pentium 4 seinen Zenith in der Taktfrequenz. Zusätzlich erhält der 570J den erweiterten Virenschutz und Energiesparfunktionen. Läuft die CPU damit sogar der teuren Extreme Edition mit 3,46 GHz den Rang ab?

Einen Pentium 4 mit 4 GHz Taktfrequenz wird Intel nach eigenen Angaben nicht mehr auf den Markt bringen. Der neue Pentium 4 570J mit 3,80 GHz ist und bleibt somit die am höchsten getaktete CPU dieser Prozessorfamilie. Doch nicht nur die Taktfrequenz ist höher, das "J" in der Modellnummer assoziiert neue Features.

Pentium 4 570J: Der LGA775-Prozessor arbeitet mit 3,80 GHz Taktfrequenz und schützt mit der XD-Technologie vor Buffer Overflows.
Pentium 4 570J: Der LGA775-Prozessor arbeitet mit 3,80 GHz Taktfrequenz und schützt mit der XD-Technologie vor Buffer Overflows.

Intel stattet den Pentium 4 570J mit dem neuen E0-Stepping aus. Evidentester Vorteil des überarbeiteten Prozessorkerns ist die Unterstützung des erweiterten Virenschutzes in Verbindung mit Microsofts Service Pack 2 für Windows XP. Intel bezeichnet den Schutz vor Buffer Overflows auch als XD-Technologie. Das E0-Stepping sorgt über den neuen Enhanced Halt State C1E zudem für eine geringere Stromaufnahme - wenn die CPU nichts zu tun hat. Unter theoretischer Auslastung aller Prozessor-Ressourcen vermag die 3,80-GHz-CPU allerdings satte 115 Watt zu verbraten.

Pentium 4 3,46 GHz Extreme Edition LGA775: Intels Highend-Prozessor mit 2 MByte großem L3-Cache arbeitet mit 1066 MHz FSB-Taktfrequenz.
Pentium 4 3,46 GHz Extreme Edition LGA775: Intels Highend-Prozessor mit 2 MByte großem L3-Cache arbeitet mit 1066 MHz FSB-Taktfrequenz.

Ähnlich viel Energie benötigt der am 01. November 2004 vorgestellte Pentium 4 3,46 GHz Extreme Edition. Die 1000-Euro-CPU konnte sich trotz 2 MByte L3-Cache und einem FSB1066 nur marginal vom weniger als halb so teurem Pentium 4 560 mit 3,60 GHz absetzen. Mit der neuen 3,80-GHz-Version erhält die Extreme Edition einen noch stärkeren Konkurrenten aus eigenem Hause.

Athlon 64 4000+: Die AMD64-CPU entspricht dem bisherigen Athlon 64 FX-53 für den Socket 939. Entsprechend arbeitet der 4000er mit 2,4 GHz Taktfrequenz und verfügt über einen 1 MByte großen L2-Cache.
Athlon 64 4000+: Die AMD64-CPU entspricht dem bisherigen Athlon 64 FX-53 für den Socket 939. Entsprechend arbeitet der 4000er mit 2,4 GHz Taktfrequenz und verfügt über einen 1 MByte großen L2-Cache.

In unserem Test tritt der Pentium 4 570J gegen die Extreme Edition sowie AMDs Athlon 64 4000+ und FX55 an. Gelingt Intel mit dem 3,8-GHz-Prozessor, was die 3,46-GHz-Extreme-Edition nicht schaffte - den Sprung an die Spitze? Insgesamt treten im tecCHANNEL-Labor die 20 Top-CPUs von Intel und AMD gegeneinander an.

Athlon 64 FX-55: AMDs Top-Modell für den Socket 939 arbeitet mit 2,6 GHz Taktfrequenz und einem 1000-MHz-HyperTransport-Bus.
Athlon 64 FX-55: AMDs Top-Modell für den Socket 939 arbeitet mit 2,6 GHz Taktfrequenz und einem 1000-MHz-HyperTransport-Bus.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen CPUs haben wir im Artikel Desktop-Prozessoren im Detail für Sie zusammengefasst. Zusätzliche Details zum Prescott sowie zur AMD64-Architektur können Sie ebenfalls bei tecCHANNEL nachlesen. Im Artikel Test: Intel DDR2-Chipsätze 915G/925X erfahren Sie mehr zu den Features und der Performance von Intels LGA775-Chipsätzen.