Test: Intel i815 Solano

PC133-Mainboards für den Pentium III gab es bisher nur mit VIA-Chipsatz. Dessen Performance konnte bislang jedoch kaum überzeugen. Mit dem Solano hat nun auch Intel einen PC133-Chipsatz im Programm, der zudem mit einer integrierten Grafik- und ATA-100-Unterstützung aufwartet.

Über ein halbes Jahr lang hatte Intel seinem größten Chipsatz-Konkurrenten VIA nichts für PC133-Speicher entgegenzusetzen. Intel musste zusehen, wie schnelle Pentium-III-Prozessoren und PC133-SDRAMs zunehmend in Mainboards mit VIA-Chipsets wanderten.

Endlich ist der als Solano bekannte i815-Chipsatz erhältlich. Neben den heiß ersehnten Support für PC133-Speicher setzt Intel beim 815er auf Integration und Flexibilität: Grafik-, Sound- und Netzwerkfunktionen sind im Chipsatz integriert. ATA-100 sowie vier USB-Ports gehören ebenso zum Portfolio wie die Unterstützung von AGP4X-Grafikkarten.

Premiere: Das Siemens D1184 für zirka 320 Mark gehört zu den ersten Mainboards mit Intels 815-Chipsatz.
Premiere: Das Siemens D1184 für zirka 320 Mark gehört zu den ersten Mainboards mit Intels 815-Chipsatz.

Da der inzwischen zwei Jahre alte BX-Chipsatz immer noch mit PC100-SDRAM vielen VIA-PC133-Boards Paroli bieten kann, sind auch die Erwartungen in punkto Performance an den jüngsten Chipset-Spross hoch.

Interessant ist allerdings die Frage, ob der neue Intel-Chipsatz selbst den hauseigenen i820 mit seiner Rambus-Technologie in die Schranken weist. Damit würde Intel seiner "Spitzentechnologie" ein weiteres Eigentor schießen.