Test: Intel "Foster" Xeon

Xeon - hinter diesem Namen verbirgt sich Intels neuer Pentium 4 basierter Workstation-Prozessor. Unser Test eines P4-Doppelpacks mit multiprozessorfähigen Anwendungen liefert überraschende Resultate.

Den Test von 11.11.2007 des Intel Xeon finden Sie hier.

Für einen Highend-Prozessor weist der Pentium 4 ein großes Manko auf: Er unterstützt keinen Dualprozessorbetrieb. Jetzt trägt Intel diesem Zustand Rechnung und führt einen neuen Prozessor ein.

Xeon DP: Intels erster Workstation-Prozessor mit NetBurst-Architektur. Er startet mit 1,4, 1,5 und 1,7 GHz Taktfrequenz.
Xeon DP: Intels erster Workstation-Prozessor mit NetBurst-Architektur. Er startet mit 1,4, 1,5 und 1,7 GHz Taktfrequenz.

Xeon, Intels neuer Workstation-Prozessor mit Pentium-4-Core, tritt die Nachfolge der Pentium-III-Xeon-Prozessoren an. Der neue Xeon DP, so die exakte Bezeichnung, ist auf den Betrieb mit zwei Prozessoren beschränkt. Die Cache-Größe bleibt zum Pentium 4 unverändert. Dafür erhält der Xeon zumindest ein paar Pins mehr und benötigt damit einen neuen Sockel. Diese neuen Pins waren auch der Grund für den verzögerten Launch des Xeon. Ein Tag vor dem ersten Versuch am 8. Mai zog Intel wegen elektrischer Probleme die Notbremse.

Im 4. Quartal 2001 kommt eine weitere Variante des Xeon auf den Markt: Der Xeon MP kann dann mit mehreren CPUs zusammenarbeiten und kommt mit größeren Caches. Damit hat Intel auch das entsprechende Server-Produkt zur Hand.

Sehr gelegen dürfte Intel kommen, dass es für den AMD Athlon noch immer keine Dualprozessor-Chipsätze gibt. AMDs hauseigener 760MP macht seit über einem halben Jahr nur mit Verzögerungen auf sich aufmerksam - zur Jahresmitte soll er endlich fertig werden. Für den Xeon hat Intel mit dem i860 den passenden Chipsatz dagegen gleich mitgeliefert.

Im tecChannel.de-Testlabor müssen die Xeons ihre Leistungsfähigkeit bei multiprozessorfähigen Anwendungen jetzt unter Beweis stellen. Gelingt es dem Pentium 4 im Doppelpack den Athlon zu schlagen?