Test: Erste Kyro-II-Grafikkarte

Dem neuen Kyro-II-Grafikchip könnte der Durchbruch gelingen: Hercules verbaut den Pixelbeschleuniger in der 3D Prophet 4500. Doch wie gut ist die Performance? Bringt der Kyro II frischen Wind ins NVIDIA-Einerlei?

STMicroelectronics hat Mitte März den Kyro II als Nachfolger des Kyro 3D vorgestellt. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Hercules den Chip auf der 3D Prophet 4500 einsetzt.

Den ersten Erfolg kann der neue Kyro-II-Chip damit schon im Vorfeld für sich verbuchen: Mit Hercules als Hersteller werden Kyro-II-Grafikkarten endlich auch in den Handel kommen. Genau daran scheiterte der Vorgänger Kyro 3D. Trotz guter Benchmark-Ergebnisse wagte keine der großen Grafikkartenschmieden aus dem NVIDIA-Einerlei auszubrechen.

Hercules 3D Prophet 4500: Die erste Grafikkarte mit Kyro II und 64 MByte SDRAM.
Hercules 3D Prophet 4500: Die erste Grafikkarte mit Kyro II und 64 MByte SDRAM.

Hercules empfiehlt für die 3D Prophet 4500 einen Verkaufspreis von 339 Mark. Für eine 64-MByte-Grafikkarte ein günstiger Preis, zudem die Straßenpreise erfahrungsgemäß noch 20 Mark unter der Empfehlung liegen. GeForce2-MX-Boards mit gleicher Speicherausstattung schlagen mit bis zu 400 Mark zu Buche. Die stark verbreiteten 32-MByte-Varianten mit GeForce2 MX gibt es schon ab 250 Mark - Tendenz fallend.

Der Kyro II muss damit schon einiges an Performance bieten, um am Stuhl des anvisierten Hauptkonkurrenten GeForce2 MX sägen zu können. Unsere Benchmarks zeigen, dass STMicroelectronics die Säge gut geschärft hat.