Systems: Dell zeigt Itanium mit Whistler

Auf der am heutigen Montag in München gestarteten Systems 2000 zeigt Dell als einer der ersten Anbieter lauffähige Itanium-Systeme mit Microsofts, unter dem Codenamen "Whistler" entwickelten Betriebssystem. Die erste 64-Bit-Version von Windows arbeitet dabei mit SAP-Software und Linux zusammen.

Nach den langen Geburtswehen sind auf der Systems erstmals Itanium-Systeme mit konkreten Anwendungen zu sehen. Dell zeigt eine 64-Bit-Version von Whistler, unter der zusammen mit mySAP unter Linux eine komplette E-Commerce-Lösung implementiert ist. Unter Whistler läuft dabei im wesentlichen nur ein mySQL-Server.

PowerEdge: In diesem Dell-Server stecken vier Itaniums.

Am Intel-Stand konnte Dell das Bestellen über ein Web-Frontend und anschließende Datenbankabfragen via mySAP demonstrieren. In der Itanium-Maschine werkeln vier CPUs, die in dem Dell-Rechner über bis zu 64 GByte Speicher herrschen können.

Whistler: Auf diesem Rechner läuft das erste 64-Bit-Windows.

SAP-Status: Unten links die CPU-Daten.

Auch die auf dem letzten Intel Developers Forum versprochenen Pilot-Systeme, die vor der offiziellen Markteinführung des Itanium geliefert werden sollen, machen gute Fortschritte. So hat Dell bereits der Preussag eine derartige Maschine übergeben. Noch in dieser Woche soll eine weitere Pilotinstallation bei Nestle erfolgen.

Hinter den Kulissen: Intels kleines Rechenzentrum auf der Systems benötigt vier Starkstromleitungen.

Hinter vorgehaltener Hand ist auf der Messe aber auch zu hören, dass die "richtige" Markteinführung des Itanium jetzt wohl erst im März 2001 erfolgen wird. Neben Dell zeigen auf der Systems auch Bull, Compaq, HP und Fujitsu/Siemens fertige Itanium-Maschinen. Von Unisys war außerdem ein Server zu bewundern, der mit 16 Xeon-CPUs arbeitet. (nie)