SYSTEMS: Asetek zeigt P4 mit 2,6 GHz

Der schnellste käuflich zu erwerbende Pentium-4-PC steht in München. Der dänische Kühlungsspezialist Asetek zeigt dort die neueste Ausgabe seines Vapochill-Gehäuses.

Bereits auf der CeBIT hatte Asetek einen Pentium 4 mit 2 GHz gezeigt, als Intel noch CPUs mit maximal 1,5 GHz auslieferte. Die Asetek-Rechner arbeiten mit einer aufwendigen Flüssigkühlung, über deren Funktionsweise wir bereits berichtet hatten.

Nun haben die Dänen einem serienmäßigen 2-GHz-P4 immerhin 2,6 GHz entlockt. Die vor Beginn der Messe von anderen Medien vermeldeten 3 GHz konnte man noch nicht erreichen. Asetek gibt an, diese Information stamme nicht aus dem eigenen Haus - vermutlich handle es sich um einen Übermittlungsfehler zwischen dem PC-Hersteller 2P und dessen PR-Agentur. 2P verkauft als erster deutscher Anbieter Komplettsysteme mit den Asetek-Gehäusen.

Rekord: Der schnellste Pentium 4 der SYSTEMS läuft gut versteckt am Ende von Halle B3.

Das auf der SYSTEMS gezeigte System basiert auf einem modifizierten Mainboard P4B von Asus. Darauf befindet sich ein 845-Chipsatz für PC-133-SDRAM, der nach unseren Tests den Pentium 4 deutlich ausbremst. Zum Marktstart im November will 2P die Asetek-Rechner aber auch mit dem 850-Chipset für Rambus-Speicher anbieten. Der angepeilte Einstiegspreis für ein Komplettsystem der "Auriga" getauften Reihe soll mit SDRAM zwischen 4000 und 5000 Mark liegen. Genau hat sich das 2P aber noch nicht ausgerechnet - die Kooperation mit Asetek besteht erst seit drei Wochen.

Dass Asetek das Asus-Board für sein neues System gewählt hat, belegt aber immerhin, dass der CPU-Adapter für die neuen Socket-478-Prozessoren zufriedenstellend funktioniert. Damit sollte es kein Problem sein, künftig auch Northwood-CPUs kalt zu stellen.

Eismütze: Aseteks neuer CPU-Adapter für den Socket 478.

Intel hatte im August auf dem IDF schon einen flüssig gekühlten Northwood mit 3,5 GHz gezeigt. Die ersten Northwoods sollen, wie berichtet, mit 2,2 GHz kommen. Erst im vierten Quartal 2002 ist mit 3 GHz zu rechnen. Da Asetek schon einen Willamette-Kern um dreißig Prozent bei stabilem Dauerbetrieb übertakten kann, sollten die 3 GHz aber mit einem 2,2-GHz-Northwood machbar sein.

Wenn Asetek das erreichen kann, bekommt der Kunde für rund 2000 Mark Aufpreis für die Flüssigkühlung immerhin fast ein dreiviertel Jahr lang den schnellsten PC. Bei rechenintensiven CAD- oder Forschungs-Anwendungen ist diese Mehrinvestition schnell wieder hereingeholt. Der Privatanwender muss selbst entscheiden, ob ihm der PC-Kühlschrank im Designer-Tower das wert ist. (nie)

Weitere Hintergründe zur SYSTEMS wie auch aktuelle SYSTEMS-Nachrichten bietet unser Special zur Messe.

2P / Asetek: Halle B3, Stand 307